Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Lärmschutz!

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Wer an einer Bahnlinie lebt, sollte sich keine Illusionen machen. Der Zugverkehr wird mit Sicherheit zunehmen.

Es ist leicht gesagt: Wer ein Haus an einer Bahnlinie kauft oder baut, muss damit rechnen, dass Züge vorbeifahren. Denn das stimmt ja auch! Aber in Zeiten, in denen immer mehr kleine Bahnstrecken stillgelegt wurden, musste man auch nicht unbedingt damit rechnen, dass eine nicht allzu gepflegte Trasse wie die durch den Kreis Germersheim größere Bedeutung erlangen könnte.

Das hat sich schon mit der Stadtbahn geändert, aber deren Haltestellen waren sogar ein Argument, sich in deren Nähe anzusiedeln. Denn sie fahren eher tagsüber – und sie sind relativ leise. Bei Güterzügen ist das Gegenteil der Fall. Die können einen durchaus aus dem Bett werfen. Und sie werden mehr werden: Der Kreis Germersheim ist nicht nur selbst voller Industriebetriebe, er ist auch eine Transitregion zwischen europäischen Ballungsräumen. Diese Belastung wurde bisher vor allem im Badischen aufgefangen, aber dort sind mittlerweile die Räume eng.

Den Anwohnern hilft da nur Lärmschutz: sogenannte Flüsterbremsen, leisere Achsen und als letztes Mittel Mauern entlang der Schienen. Die sehen nicht schön aus, machen aber nicht krank.

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