Kreis Germersheim Kommentar: Sitzen in einem Boot

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Die Bürger müssen ihre Sorgen aktiv äußern.

Die Verwaltung muss ihre Zusagen einhalten.

Nach den bisherigen Workshops in Winden und Erlenbach fällt auf, dass sich Problemfelder an beiden Orten gleichen. Einerseits haben in der Wahrnehmung vieler Bürger die Neubaugebiete der vergangenen Jahrzehnte ein empfindlich austariertes Abwassersystem aus dem Gleichgewicht gebracht. Die von der Verwaltung, den Werken und den Ingenieuren hierzu eingeleiteten Maßnahmen werden jedoch als unzureichend empfunden. Zusätzlich haben allerdings die Bürger Hemmungen, sich und ihre Sorgen den Verantwortlichen mitzuteilen. Hierdurch stauen sich Frust und Unzufriedenheit beständig auf und geht Vertrauen verloren. Diesen Gegensatz gilt es nun aufzulösen. Die Bürger müssen sich und ihre Sorgen aktiver an die zuständigen Verantwortlichen herantragen. Und diese im Gegenzug ihre nun getätigten Zusagen, sich diesen Anliegen ehrlich anzunehmen und nach Lösungen zu suchen auch einhalten. Denn letztlich sitzen beide Seiten buchstäblich in einem Boot, wenn eines Tages das große Wasser kommt. Alle Beteiligten sollten daran interessiert sein, dieses Schiff so solide wie möglich zu konstruieren. Denn sonst saufen alle ab.

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