Maximiliansau RHEINPFALZ Plus Artikel Keine Luxus-Wohnungen auf SBK-Gelände

7900 Quadratmeter groß ist das SBK-Gelände.
7900 Quadratmeter groß ist das SBK-Gelände.

Vorgestellt wurden bei der Ortsbeiratssitzung in der Tulla-Halle Maximiliansau die Investoren-Pläne zur Neugestaltung und -bebauung des SBK-Geländes. Die Parkplatzfrage blieb unbeantwortet.

Etwas Außergewöhnliches soll nach den Plänen der Rhenania Grundbesitz GmbH Kandel dort entstehen, wo jahrzehntelang der Supermarkt SBK stand. Das Gebäude, das architektonische Akzente setzen soll, wird nach den von Christian Kammlott vorgestellten Plänen Wohnungen enthalten, sowie einen kompakten Einkaufsmarkt und eine Bäckerei mit Café. Das Gebäude soll bis auf den heutigen Parkplatz des Bahnhaltepunktes West reichen und dort Parketagen für Autos und Fahrräder bekommen. Gespräche mit der „Albtalverkehrsgesellschaft (AVG), der das Gelände an der Haltestelle gehört, seien positiv verlaufen, jedoch fordere die AVG laut Kammlott mehr Parkplätze als die bisher bestehenden 20. Auch sei die AVG an Wohnungen im Objekt interessiert, die das Unternehmen seinen Fahrern anbieten möchte. Durch die Parketagen soll auch ein bestehendes Problem gelöst werden: der barrierefreie Zugang zu den Bahnsteigen. Die Treppen-Aufgänge sind dies bisher nicht.

Doppelfassade gegen Lärm

Als Projektname wird „Max im Woog“ genannt, in Anspielung auf den Ortsnamen und die Straße, an der das SBK-Gelände liegt. Die Grundstücksfläche beträgt 7900 Quadratmeter. Eine Anzahl an Wohnungen wurde nicht genannt, jedoch die Zielgruppe: Mittelständler, Senioren und Studenten. Es sollen keine Luxus-Penthouse-Wohnungen entstehen, erklärte Kammlott. In der Höhe soll das Gebäude den Bahndamm überragen und auf der anderen Straßenseite etwas höher als das alte Hotelgebäude werden, dort aber auch abgeflacht verlaufen. „Max im Woog“ soll durch seine Größe auch als Schallschutz dienen und den Lärm von den Zügen und der B 10 vom Ort abhalten. Eine Doppelfassade soll auch die Wohnungen selbst vor Lärm schützen.

Unterkellert oder mit einer Tiefgarage ausgestattet wird das Gebäude nicht. Die Bodenuntersuchung habe „nichts Erfreuliches“ ergeben, gab Kammlott bekannt. „Dort wurde im Krieg wohl alles mögliche versenkt.“ Die Dächer sollen begrünt und/oder mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet werden. Nach den Planungen würde der bestehende Kreisverkehr entfallen und die Straße in die neue Platzgestaltung integriert. Die bestehende Unterführung würde verlängert werden und unter „Max im Woog“ durchführen.

Die Anfrage von SPD-Fraktionssprecher David Dickemann nach der Anzahl der nötigen Parkplätze konnte Kammlott nicht genau beantworten. Es soll jedoch versucht werden, die Vorgaben zu drücken. Unter anderem argumentiere er damit, dass der Supermarkt nur innerstädtisch genutzt wird und entsprechend zu Fuß oder mit dem Rad besucht werden soll. Außerdem verwies er auf die Lage direkt an der Bahntrasse sowie den Verkehrswandel. Der Ortsbeirat empfahl dem Stadtrat, das Konzept als Basis für einen Bebauungsplan anzunehmen. Am Dienstag, 19. Mai, befasst sich der Stadtrat damit.

Kappelmann-Gelände zugestimmt

Keine Einigkeit herrscht weiter beim Thema Kappelmann-Gelände (wir berichteten mehrfach). Zwischen Rheinhalle und Tullastraße sollen Wohngebäude entstehen. „Mir ist das zu groß“, erklärte Peter Pfaff (CDU) und verwies auf das zusätzliche Projekt „Max im Woog“. Hans Gehrlein (CDU) erinnerte an frühere Beschlüsse des Ortsbeirates, in denen die „totale Wohnbebauung“ abgelehnt wurde und das Gelände hauptsächlich für allgemeinnützige Einrichtungen vorgesehen war. „Da wir keine Mehrheit haben, wird es wohl so kommen, dass man unnötig Verkehrsströme in das Gebiet lenkt“, so Gehrlein. Die SPD sieht die Entspannung auf dem Wohnungsmarkt als wichtig an. Das Projekt hat einen weiteren Schritt zur Realisierung genommen: Sieben Ratsmitglieder der SPD stimmten für den Planentwurf, ein SPDler enthielt sich, sechs CDU-Räte stimmten dagegen.

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