Was Leser ärgert
Kein Rabatt für Behinderte bei Begata
„Zu Ihrem Bericht über die Begata. Auch ich war dort – wunderbar“, schreibt Klaus Dieter Krieger aus Knittelsheim an die Redaktion. „Nicht so wunderbar war Folgendes:“ Er habe am Eingang seinen Schwerbehindertenausweis (Grad der Behinderung 100) vorgezeigt. Eine Ermäßigung auf den Eintrittspreis habe er jedoch nicht erhalten. „Die sehr freundliche Dame im Kassenhäuschen hat sich daraufhin dafür entschuldigt, dass bei den wunderbaren ’Begata’ Schwerbehindertenausweise nicht berücksichtigt werden.“ Krieger mutmaßt, dass diese ablehnende Haltung gegenüber schwerbehinderten Menschen der Grund dafür war, „weshalb mir den ganzen Nachmittag über nicht ein einziger Rollifahrer auf dem Gelände begegnet ist“.
Matthias Städtler, Vorsitzender des Gewerbeverbands der Verbandsgemeinde Bellheim und Begata-Organisator, bestätigt, dass es für Behinderte keine Ermäßigung auf den Eintrittspreis gegeben hat. Er begründet dies unter anderem damit, dass der Eintritt bewusst niedrig angesetzt worden sei: vier Euro fürs Tagesticket und acht Euro fürs Ticket an allen drei Begata-Tagen; für Kinder bis 14 Jahre sei kein Eintrittsgeld verlangt worden. Zudem – und das hätten Händler ihm bestätigt – sei die Standmiete im Vergleich zu anderen Gartenmärkten human gewesen. „Wir wollen kein Geld scheffeln“, sagte Städtler. Die Helfer engagierten sich ehrenamtlich. Zudem fielen Kosten an, etwa für den Sicherheitsdienst, die Technik und Toiletten, die durch die Einnahmen gedeckt werden müssten. Außerdem soll in guten Jahren unter dem Strich noch etwas übrig bleiben, falls mal ein Blumen- und Gartenmarkt wegen des Wetters ins Wasser fallen sollte, sprich, weniger Besucher kommen sollten, was schon vorgekommen ist.