Bellheim RHEINPFALZ Plus Artikel Ein Paradies für Gartenliebhaber

Weit über 100 Aussteller haben ihre Ständeim Park aufgebaut.
Weit über 100 Aussteller haben ihre Ständeim Park aufgebaut.

Es gab nur gut gelaunte Menschen zu sehen: Die Bellheimer Gartentage waren wieder einmal ein Erfolg. Neben den Stammgästen kamen auch viele Erstbesucher in den Spiegelbachpark. Und nicht nur die Herzen von Rosenfreunden schlugen schneller.

BELLHEIM. Kurz vor elf Uhr gibt es für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger, die im Ort unterwegs sind, kaum ein anderes Ziel als der Park am Spiegelbach. Die gut ausgeschilderten Parkplätze füllen sich innerhalb Minuten, an den Kassenhäuschen bilden sich Schlangen mit gut gelaunten, Wetter-fest ausgestatteten Gartenfreunden. Endlich gibt es wieder die Bellheimer Gartentage über Pfingsten, ist ganz klar in den Gesichtern der Besucher und der Beschicker zu lesen. Und da schrecken auch die Wolken, die samstags, auch sonn- und montags, immer wieder mit Regen aufwarten, weder Stammgäste noch Erstbesucher ab.

Weit über 100 Aussteller haben in der letzten Woche ihre Ausstellungs- und Verkaufsstände, meist an ihrem angestammten Platz, aufgebaut. Ein ausführliches Flugblatt und ein ausgeschilderter Rundweg halfen zusätzlich, sich im Park mit seinen idyllischen Wegen zurechtzufinden. Wie aber ein Ehepaar meinte: „Wir lassen uns einfach treiben, gehen eine große Runde, auch mal zwei oder drei.“ Entlang des Baches oder rund um den See mit seiner Wasserfontäne. Zum Glück gab es in diesem Jahr wieder für alle erfolgreichen Käufer ein Depot, wo all die entdeckten neuen Garten- und Dekorationsschätze gegen eine kleine Gebühr abgelegt werden konnten. Denn beim Kauf einer Tüte mit Kräutern oder neuen Windspielen für Garten und Terrasse blieb es selten, und waren die Rucksäcke oder praktische Einkaufstrolleys randvoll bepackt.

Auch große Bandbreite an Schmuck im Angebot

Das bewährte, breit gefächerte Sortiment der Vorjahre war auch in diesem Jahr wieder vorhanden. Gärtnereien, Floristen oder Blumenzwiebelspezialisten zeigten zum Teil wunderhübsch dargebotene Sommerblumen-Arrangements in trendigen Farbkompositionen. An den Kräuterständen gab es auch in diesem Jahr neuen Pflanzen zu entdecken, darunter Raritäten, wie einen Kletterspinat, der nach 15 Minuten schon ausverkauft war. Die Herzen von Rosenfreunden schlugen schneller, manchen Garten in der Südpfalz wird nach dem Wochenende eine neue mediterrane Großpflanze schmücken.

Für Dekorationsliebhaber war die Auswahl riesig. Sie reichte vom romantisch-verspielten Stil mit bunter Keramik oder Rost-Objekten hin zu kühlen, glänzenden Edelstahl-Elementen. Es gab Blumentöpfe und Windlichter, Geschirr und Aufbewahrungsgefäße, Tischdecken und Fensterschmuck. Apropos Schmuck: Auch davon gab es eine große Bandbreite zu entdecken, vom günstigen „Modeschmuck“ bis hin zu hochwertigen Stücken direkt aus der Goldschmiede. Und Nützliches durfte auch nicht fehlen: Gartenwerkzeug, Besen und Kämme für alle erdenklichen Situationen, Insektengitter, Körbe oder Holzportemonnaies, ein Abo für die Rheinpfalz oder Hüte in allen erdenklichen Variationen.

Liebhaber von kulinarischen Spezialitäten konnten nach Herzenslust probieren, bevor sie sich für feine Olivenöle, besondere Käsesorten oder herrlich nach Holzofen schmeckende Brote entschieden. Zwei Imker verkauften Honig, zum Teil schon aus neuer Ernte und erlaubten Dank ihrer mitgebrachten Schaukästen einen Blick auf echte Bienenvölker, die bei ihren Ausflügen über den Markt immer wieder auf den Blumen Nektar sammelten.

Großer Ansturm gleich zu Beginn

Aussteller und Besucher waren gut gelaunt und samstags, auch durch den unerwartet großen Ansturm schon gleich zu Beginn in Plauderlaune. „Ja, wir haben schon einiges verkauft“, erzählte Heiner Lenz aus Ottersheim an seinem Olivenölstand. Nicht nur bei Christine Petolillo aus Jockgrim und ihrem Blumenladen „Kraftortzauber“ füllten sich Zusehens die Tüten und leerten sich die Regale, an den Ständen mit Kleidung waren die Umkleidekabinen durchgängig belegt.

Zwei Damen, die aus dem Raum Karlsruhe angereist waren und munter ihren Trolley übers Gelände zogen, zogen sich während eines kurzen Regenschauers in eines der vielen Bewirtungszelte zurück und tranken kurzerhand ein Glas Wein, um gestärkt weiterzuziehen.

Hauptorganisator Matthias Städtler ist zufrieden

Sehr zufrieden mit den Gartentagen war der Hauptorganisator Matthias Städtler. Sein Strahlen war deutlich breiter als seine Fliege, die er zur feierlichen Eröffnung trug. „Wir haben in diesem Jahr mit Barbara Schleicher-Rothmund, der Bürgerbeauftragten des Landes, zum ersten Mal eine Schirmherrin, bisher gab es nur Herren“, freute sich Städtler. Geradezu ins Schwärmen geriet er am Sonntagmittag: „Alle hatten drei schöne Tage, wir haben die Menschen glücklich gemacht, damit hat sich unsere Mühe absolut gelohnt.“ Er bedankte sich bei allen Mitwirkenden, besonders den örtlichen Vereinen, wie dem Frauenbund, der kurzfristig das Kuchenbuffet mit übernahm. Das Marktkonzept, auch das musikalische mit unterschiedlichen Stilrichtungen, ging auf und kam gut an. Ein Höhepunkt sei das Kinderkarussell gewesen, das sich an allen drei Tagen kostenlos gedreht habe und die jüngsten Besucher glücklich lachen ließ.

Viele Dekorationsschätze gab es zu entdecken.
Viele Dekorationsschätze gab es zu entdecken.
Der Andrang der Besucher war an allen drei Tagen groß.
Der Andrang der Besucher war an allen drei Tagen groß.
Musik gehört bei den Gartentagen einfach dazu.
Musik gehört bei den Gartentagen einfach dazu.
Mehr zum Thema
x