Kapsweyer / Kandel
„Küchenschlacht“: Sabrina Paul kocht vor Sieg-Show für ihre Familie
Am Freitag um 15 Uhr wich im Elternhaus am Kapsweyerer Sankt Remig-Platz die große Anspannung lauten Jubenschreien und langem Applaus: Sabrina Paul stand als Wochensiegerin der ZDF-Kochshow „Die Küchenschlacht“ fest. Damit hat die Personalmanagerin aus Kandel nach dem Vox-Format „Das perfekte Dinner“ den zweiten großen kulinarischen Publikumswettbewerb im deutschen Fernsehen für sich entschieden.
Beim ersten Sieg hatten Freunde noch ein Public Viewing für rund 70 Fans in einem Dierbacher Weingut organisiert. Dieses Mal waren nur rund ein Dutzend Verwandte und enge Freunde gekommen. Sabrina Paul erklärt: „Viele müssen am frühen Nachmittag eben noch arbeiten.“ Sie selbst hatte im Homeoffice bis um 13.45 Uhr einen Kundentermin online, hat dennoch auf die Schnelle Belgische Waffeln mit Erdbeeren gezaubert.
Beim lockerem Smalltalk und gegenseitigem Kennenlernen verriet Papa Joachim Paul: „Auf meiner Homepage verirren sich sonst rund zehn Leute pro Woche. In den letzten beiden Tagen hatte ich über tausend Clicks.“ Der Sänger hat einen eigenen Internetauftritt, häufig tritt der 60-Jährige gemeinsam mit seiner Tochter in der Region als Gesangsduo „Jo und Sabrina“ auf. Beide sangen in der Sendung einen Tag zuvor den Schlager „Du hast mich tausendmal belogen“ von Andrea Berg während des Kochvorgangs.
Sohn und Tante sind nervös
Pünktlich zum Sendebeginn um 14.15 Uhr versammelten sich alle vor dem Bildschirm. Mit zunehmender Dauer hörte man eine Stecknadel fallen, lediglich den einjährigen Elias schien das alles nicht zu interessieren. Der Sohn ihrer besten Freundin Isabell Götz aus Kuhardt krabbelte laut lachend über den Boden, die Fernbedienung war ihm wichtiger. Der eigene Sohn Noel gab sich zuvor bewusst cool („Meine Mama packt das schon“), doch sichtlich nervös schaute er immer wieder zum Opa und spielte mit seiner Armbanduhr. Noch aufgeregter war Tante Marietta aus Schaidt. Sie sagte: „Ich hatte an den ersten vier Tagen zwei Fernsehgeräte in verschiedenen Zimmern eingeschaltet, weil ich ständig herumlaufen musste.“
Sichtlich angespannt war auch Finalkonkurrentin Oxama Domsch, eine 52-jährige Yogalehrerin aus München. Sie hatte Probleme mit dem Zeitfenster, die Südpfälzerin dagegen blieb ruhig und hatte stets ein Lächeln im Gesicht. Jurorin Milena Broger, eine österreichische Starköchin, erklärte die Südpfälzerin schließlich zur klaren Siegerin. Die stolze Mama Jutta Paul meinte: „Ich war überrascht über die Ruhe und Souveränität meiner Tochter während der 35 Minuten. Ihre Gerichte schmecken auch tatsächlich so fantastisch, wie sie aussehen.“
Nach dem Kochen ins Stadion
Die strahlende Siegerin zog lachend ein positives Fazit der Küchenschlacht-Woche in Hamburg: „Alle im Studio haben sich wirklich rührend um uns gekümmert. Doch allzu lange feiern konnten wir nicht, weil meine fußballverrückten Männer ja noch ins Volksparkstadion des HSV wollten.“
In der vergangenen Woche weilte sie mit ihrem Partner Martin Kremer erneut in der Hansestadt. Die Folgen der ChampionsWeek der letzten sechs Staffelsieger wurden aufgezeichnet. Alle Teilnehmenden wurden erneut zu strikter Geheimhaltung verpflichtet. Doch eins verriet Sabrina Paul dann doch: „Es war alles nochmals ein Tick anspruchsvoller. Es war von Beginn an höchste Konzentration angesagt.“
Auf die unzähligen Glückwünsche konnte Sabrina Paul am Freitag noch nicht antworten. Abends stand sie wieder mit Papa Joachim beim Maifest in Wörth am Rhein auf der Bühne.