Kreis Germersheim
Hoffnung auf dauerhafte Lockerungen
Die Kurve der Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis zeigt nach unten: 124 am Montag vor einer Woche, 86 am Mittwoch, knapp über 75 am Freitag. Am Montag lag der Wert mit 86,8 den fünften Werktag in Folge unter 100. Am Dienstag lag er zwar wieder leicht erhöht bei 92,2 – aber immer noch unter der Schwelle für die sogenannte Bundesnotbremse. Damit können im Landkreis die Corona-Maßnahmen ab Donnerstag weiter gelockert werden, kündigte die Kreisverwaltung am Dienstagnachmittag an.
Dazu gehört zum Beispiel, dass die Ausgangssperre im Kreis entfällt. Sie galt zwischen 27. Februar und 13. März, dann wieder seit 29. März. Erst durften die Kreisbürger ihre Wohnung zwischen 21 Uhr und 5 Uhr nur unter bestimmten Bedingungen verlassen. Mit der Einführung der Bundesnotbremse wurde die Sperre um eine Stunde verkürzt und galt noch von 22 Uhr bis 5 Uhr.
Zwar lobt Landrat Fritz Brechtel (CDU) in der Mitteilung die Bürger für die Einhaltung der Regeln, die auch zu den sinkenden Zahlen geführt hätten. Aber er mahnt auch: „Bitte bleiben Sie geduldig und rücksichtsvoll, damit wir die Maßnahmen nicht wieder verschärfen müssen, sondern noch weiter in Richtung Lockerungen gehen können.“ Der Landrat weiß, dass der Kreis noch lange nicht stabil unter dem Schwellen-Wert liegt. Drei Tage über 100 würden ausreichen, dass Lockerungen wieder zurückgenommen werden müssen. Im Extremfall könnte dies bedeuten, dass schon ab Montag zum Beispiel der Einzelhandel wieder zurück zur Testpflicht und Terminvergabe muss und die Außengastronomie schließt.
Wie schnell so etwas gehen kann, haben die Kreisbürger Anfang März erlebt: Nach nur einer Woche mit leichten Öffnungen musste der Landkreis die Lockerungen größtenteils wieder zurücknehmen, weil die Sieben-Tage-Inzidenz wieder zu hoch war.

