Kandel Geothermie: Interesse an Flächen im Bereich Kandel

Noch ist offen, ob und wo in der Region sogenannte Aufsuchelder ausgewiesen werden. Unser Bild zeigt eine Geothermieanlage in Br
Noch ist offen, ob und wo in der Region sogenannte Aufsuchelder ausgewiesen werden. Unser Bild zeigt eine Geothermieanlage in Bruchsal.

Auch auf der Gemarkung von Kandel soll nach Erdwärme und Lithium gesucht werden. Mitreden darf die Kommune aber erstmal nicht.

Lithium ist das leichteste Metall auf der Erde und zählt zu den nicht nachwachsenden Rohstoffen, wird derzeit vor allem für die Herstellung von Batterien benötigt. Es spielt gerade derzeit im Zuge der Umstellung von Verbrennungsmotoren auf Elektroantriebe eine bedeutende Rolle. Entsprechende Anträge mehrerer Firmen liegen dem für die Genehmigung zuständigen Landesamt für Geologie und Bergbau vor.

Hierüber informierte die Kreisverwaltung jetzt die Verbandsgemeindeverwaltung in Kandel. Damit auch die Bürger der betroffenen Gemeinden möglichst früh Bescheid wissen, gab es bei der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Klima- und Umweltschutz der Stadt Kandel bereits jetzt Informationen über den Stand der Planungen.

Wie die Stadtbeigeordnete Jutta Wegmann sagte, wollte sie damit auch die Bürger für das Thema sensibilisieren. Der Gemarkungsbereich von Kandel wird, so die derzeitigen Planungen, von drei Suchfeldern „überlagert“. Es handelt sich dabei um das Feld „Catharina Werde“, das von der Firma „Neue Energie Wörth“ untersucht werden soll. Die Firma gehört je zur Hälfte der Stadt Wörth und den Pfalzwerken. Antragsteller für das Feld „Bertha“ ist die Daimler Truck AG aus Wörth. Ein Feld „Rift“ wird von der Firma Geo Exploration Technologies aus Mainz untersucht. Darüber hinaus hat auch die Firma Vulcan Energie Ressourcen aus Karlsruhe ihr Interesse an der Suche nach Erdwärme und Lithium im Bereich der Verbandsgemeinde Kandel bekundet. Wie zu hören war, gibt es auch ein Feld „Bienwald“, das untersucht werden soll.

In einem ersten Schritt kann nur die Kreisverwaltung Germersheim eine Stellungnahme zu den Vorhaben abgeben. Deshalb wurden die Gemeinden informiert. Erst im zweiten Schritt des Genehmigungsverfahrens, erfolgt eine Beteiligung der betroffenen Gemeinden. Wie Beigeordnete Jutta Wegmann sagte, will man bis zur Sitzung des Stadtrates am 28. April weitere Informationen einholen. Die Mitglieder des Ausschusses erinnerten an die Diskussionen um das Vorhaben „Erdwärme in Steinweiler“ und an die Probleme der Geothermiekraftwerke in Landau und Insheim.

Gut sei, so war zu hören, dass man schon frühzeitig über die Vorhaben informiert werde. Die einzelnen Fraktionen müssen das Thema nun intern besprechen und hoffen auf weitere Informationen. Beschlüsse können zum jetzigen Zeitpunkt nicht gefasst werden. Die Entscheidung über die Zulassung der Suchvorhaben trifft das Landesamt für Geologie und Bergbau.

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