Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Güterzüge sind leiser geworden

Die kleine Pfalzlösung für den Güterverkehr von Rotterdam nach Genua ist zwar vom Tisch, aber jetzt will die Schweiz mehr Güter
Die kleine Pfalzlösung für den Güterverkehr von Rotterdam nach Genua ist zwar vom Tisch, aber jetzt will die Schweiz mehr Güter mit der Bahn transportieren.

Kommen die von der Schweiz geforderten Güterzüge, müssen die Anwohner auf Lärmschutz pochen.

Das Schreckgespenst aller Bahnanwohner hat einen Namen: Mittelrheintal. Dort fahren auf beiden Rheinseiten die Züge, teilweise direkt an den Häusern vorbei, das enge Tal sorgt dafür, dass der Lärm widerhallt.

Ganz so schlimm wird im Kreis Germersheim kaum kommen. Aber auch im flachen Gelände kann sich der Lärm gut ausbreiten, auf einigen Abschnitten stehen die Häuser recht nahe an der Bahnlinie.

Außerdem sind die Züge wohl in der Tat mittlerweile deutlich leiser geworden. Das ist zumindest die Erfahrung des Nahverkehrsexperten Werner Schreiner. Er wohnt etwa 200 Meter Luftlinie von einer Bahnlinie entfernt, von der Terrasse hat er freie Sicht auf die rund 270 Züge, die täglich vorbei fahren. Darunter sind ICEs, TGVs, Regionalexpresse – und über 50 Güterzüge. In den vergangenen Jahren seien die Güterzüge wesentlich leiser geworden, so Schreiner. Die Verbesserungen an Rädern und Bremsen scheinen sich also zu lohnen.

Kommen die von der Schweiz geforderten Güterzüge, müssen die Bürger auf Lärmschutz pochen. Der neueste Ansatzpunkt dafür ist die Umstellung auf 700 Meter lange Güterzüge, so ein Hinweis von Schreiner. Die sollen auch ab Wörth fahren und dafür sind manchmal Umbauten nötig. Ein Anlass, die Lärmkarten zu aktualisieren.

Immerhin gelten für den Lärmschutz Regeln und die werden beachtet. Immer weniger beachtet werden leider die Regeln für den Umgang einer Regierung mit der Presse und den Abgeordneten. Was das Haus von Verkehrsminister Wissing sich in Sachen Güterverkehr in der Südpfalz erlaubt, ist übel und lässt leider Übles vermuten.

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