Kreis Germersheim Früchte des Polderbaus geerntet

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Neupotz. „Es war eine schöne, interessante und lehrreiche Zeit, die ich niemals missen möchte.“ Dies ist das Fazit, das Emil Heid (CDU) am Ende seiner zehnjährigen Amtszeit als Ortsbürgermeister von Neupotz zieht. Er wird bei den Kommunalwahlen nicht mehr für das Amt des Ortsbürgermeisters kandidieren.

Die Gründe dafür liegen zum einen an seinem Alter von 73 Jahren, zum anderen aber auch daran, dass er viel erreicht habe und getrost das Amt in jüngere Hände geben könne, sagt er. Heid gehört seit 1989 der CDU-Fraktion im Gemeinderat an. Nach zehn Jahren Ratsarbeit wurde er 1999 zum Beigeordneten gewählt. Als 2004 ein Kandidat für das Bürgermeisteramt gesucht wurde, stand Heid nicht gleich bereit. Weil er zu dieser Zeit in Rente ging, hatte er sich eine Streuobstwiese angelegt, damit er als Rentner genügend Beschäftigung hat. Schließlich wurde er von seinen Parteifreunden überredet, sich als Bürgermeisterkandidat zu stellen. Nach seiner Tätigkeit als Betriebsratsvorsitzender bei der Firma Michelin traute er sich diese Aufgabe zu. Im Rückblick auf seine zehnjährige Amtszeit fallen ihm viele positive, aber auch negative Erlebnisse ein. Zu den weniger schönen Erinnerungen gehören die an das „Schwimmende Feriendorf“ auf dem Setzfeldsee, das in der Planung war, aber von der Bevölkerung abgelehnt wurde. Heid freut sich, dass gerade dort, wo der Freizeitpark entstehen sollte, nun das Römerschiff „Lusoria Rhenana“, die neueste Neupotzer Attraktion, seine Kreise zieht. Dass dies so gekommen ist, war in hohem Maße auch sein Verdienst. Sein ständiger Begleiter in den vergangenen zehn Jahren sei der Bau des Polders Wörth/Jockgrim gewesen, der zu einem großen Teil auf Neupotzer Gemarkung liegt, so Heid. Zu Beginn seiner Amtszeit gab es noch die Bürgerinitiative „Kein Polder Neupotz“, die das Projekt verhindern wollte. Im Laufe der Jahre gelang es, auch unter seiner Mithilfe, viele Verbesserungen für Neupotz zu erreichen, so dass der Polder Ende 2013 mit Tolerierung des Großteils der Bevölkerung eingeweiht werden konnte. Im Zuge des Polderbaus ist es auch gelungen, den Schwerlastverkehr aus dem Dorf zu bekommen. Herauszuheben ist in seiner Amtszeit auch die Herrichtung und Restaurierung des so genannten „Trapp-Hauses“ zum Rheinauen- und Hochwasserschutz-Informationszentrum Neupotz. Das „Haus Leben am Strom“, wie das Zentrum genannt wird und die dazugehörige „Polderscheune“ wurden zur neuen Begegnungsstätte der Neupotzer. Ein weiteres Großprojekt war die Neugestaltung des Kirchplatzes als Dorfmittelpunkt und verkehrsberuhigte Zone. Sein Verhältnis zum Rat sei immer ein gutes gewesen, so Heid. Die wichtigen Entscheidungen wurden oft einmütig oder mit großer Zustimmung getroffen. Das Mehr an Freizeit, das ihm künftig zur Verfügung steht, will Heid nutzen, um sich fit zu halten. Er ist leidenschaftlicher Radsportler. Er freut sich auch darauf, für Kinder und Enkel mehr Zeit zu haben. Sollte noch Zeit übrig bleiben, so ist Heid sicher, dass er eine neue Herausforderung findet.

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