Schwegenheim
Fernwärme: Weitere Haushalte lassen sich von Anschlusszwang befreien
Der Gemeinderat hat zuletzt zwölf weitere Haushalte in dem Wohngebiet im Norden von Schwegenheim auf deren Bitte vom Anschlusszwang an das dort bestehende Fernwärme-Netz befreit. Das Netz, das seine Wärme in einem Heizhaus am Rand des Wohngebiets aus Biomasse und Erdgas gewinnt, wird von den Pfalzwerken betrieben. Es gibt es seit dem Jahr 1997. Damals hatte die Ortsgemeinde die Grundstückseigentümer per Satzung dazu verpflichtet, sich an dieses Netz anzuschließen. Seit einiger Zeit wollen sich aber immer mehr Eigentümer von dem Anschlusszwang befreien lassen und bei der Wärmeversorgung auf regenerative Energien umsteigen. Bei einer Bürgerversammlung vor rund zwei Monaten hatten Bürger den Ausstieg unter anderem mit dem als zu hoch empfunden Preis für die Fernwärme sowie technischen Problemen begründet – etwa dass das Wasser nicht warm genug werde.
Mindestens 50 Haushalte bisher befreit
Schwegenheims Ortsbürgermeister Andreas Weber (FWG) informierte auf Nachfrage im Gemeinderat, dass das politische Gremium bislang mindestens 50 Haushalte vom Anschlusszwang an das Fernwärme-Netz befreit habe. Die Pfalzwerke hatten im Juni von 127 Wärmekunden gesprochen, die an das Netz angeschlossen seien. Wie viele es jetzt sind und wie viele Kunden nach dem abgesegneten Antrag vom Gemeinderat auch bei den Pfalzwerken gekündigt haben, wollte der Energieversorger auf RHEINPFALZ-Anfrage nicht preisgeben. „Uns ist bewusst, dass es zum Thema Wärmenetz Oberer Waldacker in Schwegenheim einen hohen Informationsbedarf gibt“, teilte eine Sprecherin mit. Daher planen die Pfalzwerke für Dienstag, 16. September, 19 Uhr, im Bürgerhaus in Schwegenheim eine Informationsveranstaltung. Dabei soll auch erläutert werden, wie es mit dem Fernwärme-Netz weitergeht. Im Vorfeld wollte der Energieversorger keine Informationen diesbezüglich veröffentlichen. Ebenso ist ihm nicht bekannt, dass Bürger Wärme ohne vertragliche Grundlage, also ohne gültigen Liefervertrag, beziehen. Das wurde so im Gemeinderat geschildert.