Kommentar Es gibt auch gute Nachrichten

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Wenn in einer Stadt Bäume gefällt werden, schlagen meist die Wogen hoch: dann ist schneller als ein SUV wenden kann von Kleinklima, Klimawandel und CO2-Bindung die Rede. Egal, ob es gute Gründe dafür gibt, die Bäume zu entfernen. So wurden in Karlsruhe sogar die Platanen besetzt, die nach einhelliger Meinung von Fachleuten der unumgänglichen Sanierung der 100 Jahre alten Wasserleitungen in der Fußgängerzone im Wege und zudem teils marode sind.

Auch die Bahn hat immer damit zu kämpfen, dass ihre Rodungsaktionen an Bahndämmen fast genauso viel Unmut auslösen wie die Verspätungen, wenn nach einem Sturm ein umgestürzter Baum die Gleise blockiert. Stimmt, früher ging die Bahn sensibler vor: Arbeitstrupps waren das ganze Jahr damit beschäftigt, wo nötig einzelne Sträucher und Bäume zu kürzen. Das kostete Geld, das die Bahn heute nicht mehr hat. Das könnte man ändern, aber zückt dafür bitte als erster den Geldbeutel?

Aber es gibt auch gute Nachrichten: Wenn der Steuerzahler in die Kasse greift und Geld locker macht, pflanzen Bürger gerne neue Bäume. In Wörth beispielsweise fördert die Stadt die Anpflanzung eines Hochstamms mit bis zu 100 Euro. Die Bilanz nach drei Jahren: Über 500 neue Laubbäume. Das ist hoffentlich mehr, als die Bahn fällen kann.

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