Germersheim
Ehemaliger Schrottplatz soll bebaut werden
Direkt neben der Bahnlinie von Germersheim nach Sondernheim gelegen, ist das 3512 Quadratmeter große Grundstück ein Rückzugsort für viele Vögel und andere Tiere geworden. Denn derzeit ist die Fläche größtenteils verbuscht. Auf dem Grundstück steht noch das unbewohnte Haus des ehemaligen Betreibers eines Schrottplatzes. Bereits Ende 2019 gab es einen Investor, der das große Grundstück zwischen Rheinhauptdeich und Bahnlinie bebauen wollte. Daraus wurde nichts.
Anwohner an Plänen interessiert
Jetzt gibt es einen erneuten Anlauf. Mehrere Bewohner der Straße An der Rheinschanze wohnten der Stadtratssitzung bei, um etwas Näheres zu den Plänen zu erfahren. Und sie wurden enttäuscht. Denn Bürgermeister Marcus Schaile verlas nur kurz den Sachverhalt, dass ein Bebauungsplan für die geplante Wohnbebauung des Geländes aufgestellt werden muss. Da der ehemalige Schrottplatz im Flächennutzungsplan bereits als Wohnfläche gekennzeichnet ist, müsse es hier keine Änderung geben.
Acht Einzelhäuser
So sind derzeit die Pläne: Aus dem ehemaligen Schrottplatz sollen acht Grundstücke zwischen 300 und 570 Quadratmeter Größe werden. Erschlossen werden sie über eine sieben Meter breite Stichstraße, die von der jetzigen Straße An der Rheinschanze abzweigt. Vorgesehen sind ausschließlich Einzelhäuser mit einer maximalen Traufhöhe von sieben Metern. Erlaubt sein sollen ebenfalls maximal zwei Vollgeschosse. Vorgesehen sind zudem begrünte Flachdächer. Details werden laut Verwaltung bis zur Entwurfsreife des Bebauungsplans noch mit der Stadt abgestimmt.
Noch vieles unbekannt
Gerne hätten die bei der Sitzung anwesenden Anwohner erfahren, wie es um die Dimensionierung des Abwasserkanals bestellt ist. Reicht dieser für die zusätzlichen Wohngebäude und die darin lebenden Familien aus? Wenn dieser vergrößert werden müsste, wer muss die Kosten tragen? Auf Nachfrage der RHEINPFALZ sagt der Leiter der Abwasserbeseitigung der Stadtwerke Germersheim, Wolfgang Keiper, dass die Anwohner der Straße bei etwaigen Veränderungen des Kanals nicht die Kosten tragen müssten. „Sie haben alle ja einmal ihren Einmalbeitrag bezahlt“, verdeutlicht Keiper. Ob die Dimensionierung ausreiche, wie die Oberflächenentwässerung für das Baugebiet aussehen werde, könne er zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Das sehe man erst, wenn konkrete Pläne vorliegen. Einstimmig wurde die Aufstellung des Bebauungsplans beschlossen.
