Kandel
Ehemalige „Taverna“: Neuverpachtung verzögert sich
Wie mehrfach berichtet, hat die bisherige Pächterin der Pizzeria La Taverna zum Ende vergangenen Jahres gekündigt und zwischenzeitlich das „Café Paula“ gegenüber dem Rathaus eröffnet. Wie zu hören ist, gibt es derzeit nur einen ernsthaften Bewerber für ein gastronomisches Angebot im Gewölbekeller des unter Denkmalschutz stehenden Rathauses in der Hauptstraße. Noch gibt es mit ihm aber keinen Pachtvertrag, denn zuvor muss die Stadt einiges tun, wie in der jüngsten Sitzung des Stadtrates zu hören war.
Der Interessent habe seine Anforderungen und Wünsche zusammengestellt, die zwischenzeitlich auch mit der Lebensmittelüberwachung der Kreisverwaltung abgestimmt wurden. Einiges muss geändert und umgebaut werden. So ist zwischen Küche und Gastraum eine Wand zu versetzen, um die Küche zu erweitern. Zudem wird über den Einbau einer Automatiktür zwischen beiden Räumen nachgedacht. Der bisherige Thekenbereich soll an den Platz verlegt werden, an dem bislang die Pizzen zubereitet wurden.
Nicht nur Wände sind zu versetzen, auch Fliesen werden neu verlegt, der Boden erneuert, Strom- und Wasserleitungen sowie Abwasserabläufe angepasst und auf den neuesten Stand gebracht. Die Kosten werden auf rund 60.000 Euro geschätzt. Angebote sollen nun eingeholt werden, so der Beschluss des Stadtrates. Klar trennen möchte man allerdings die Zuständigkeiten zwischen der Stadt als Eigentümer und dem künftigen Pächter. Alle beweglichen Teile der Einrichtung besorgt der künftige Wirt, was fest eingebaut ist, bleibt Sache der Stadt, so Bürgermeister Michael Gaudier (CDU). In der Vergangenheit hatte es hier immer wieder unklare Regelungen und Missverständnisse gegeben. Schon der Bauausschuss hatte empfohlen, den Stadtbürgermeister mit der Vergabe der Arbeiten zu beauftragen, sobald die Angebote vorliegen und geprüft sind.