Kommentar Die Südpfalz boomt

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Die Industriegewerkschaft Metall ist ein Tanker: Bis die in Fahrt kommen, das kann dauern. Der Umzug des Bezirks von Neustadt in die Südpfalz war längst überfällig.

Nicht nur wegen der Daimler-Betriebe in Wörth und Germersheim, wo ein Gutteil der knapp 15.000 Mitglieder im Bezirk arbeitet - und das schon seit mittlerweile Jahrzehnten. Hinzu kommt eine zunehmende Zahl von kleinen und mittleren Betrieben: die Südpfalz erlebt einen stillen Boom. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: die verkehrsgünstige Lage in der Rheinebene nahe einiger großer Verkehrsachsen, gut ausgebildete Menschen und freie Flächen – noch. Denn Straßen- und Schienennetze müssen gepflegt und manchmal auch ausgebaut werden. Das gilt auch für die Bildungslandschaft von Grundschulen über weiterführende und berufliche Schulen bis zu den Ingenieursschmieden in Karlsruhe. Mit Sachverstand und Geld ist das machbar – weshalb Unternehmen auch in eigenem Interesse Steuern zahlen. Nur der Boden lässt sich nicht beliebig vermehren. Aber wie Flächen genutzt werden, darüber bestimmen immer noch weitgehend die Kommunen. Da stehen wir alle in der Verantwortung.

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