Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Das soziale Netz reißt

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Was die Tafeln derzeit erleben sind nur die ersten Ausläufer einer Krise, mit der die ehrenamtlichen Helfer hoffnungslos überfordert sein dürften.

Krieg und Inflation treiben die Nahrungsmittelpreise weltweit in die Höhe, die internationalen Handelsverbindungen haben gerade erst begonnen, sich von den Corona-Maßnahmen zu erholen: Die Vereinten Nationen warnen vor einer weltweiten Hungerkatastrophe, die Industrieproduktion gerät ins Stocken. In Afrika, Asien und Südamerika bangen ganze Völker.

Bei uns ist im Moment die Lage noch recht komfortabel – für die meisten. Aber schon jetzt brauchen immer mehr Menschen mit wenig Geld die Hilfe der Tafeln, um sich vernünftig ernähren zu können.

Die Tafeln sind aber private Vereine mit ehrenamtlichen, meist älteren Helfern. Sie verteilen, was in einer Wohlstandsgesellschaft übrig geblieben ist. Wenn der Wohlstand abnimmt, haben sie weniger zu verteilen – spätestens nach einem Gasembargo wohl nicht mehr viel. Falls sie nicht vorher unter dem Ansturm von Bedürftigen organisatorisch zusammen brechen. Dann werden die Kommunen einspringen müssen.

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