Steinweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Ausbau zur Ganztages-Grundschule: Jetzt sollen konkrete Pläne gemacht werden

Unser Bild zeigt den Standort für den Mensa-Anbau nördlich der Grundschule Steinweiler.
Unser Bild zeigt den Standort für den Mensa-Anbau nördlich der Grundschule Steinweiler.

Das Schulgebäude erweitern, eine Mensa mit Küche bauen: Die Gemeinde Steinweiler will die Grundschule fit machen für die Herausforderungen durch das Ganztagsförderungsgesetz.

Jedes Kind hat ab dem Schuleintritt bis zum Beginn der fünften Klasse Anspruch auf eine ganztägige Förderung in einem Umfang von acht Stunden, auch in den Ferienwochen. Die Ortsgemeinde Steinweiler als Trägerin der Grundschule hat sich auf den Weg gemacht, um diesen Anspruch erfüllen zu können. Jetzt wurden Aufträge für die Bauplanung vergeben: Das Schulgebäude muss erweitert und eine Mensa mit Cateringküche gebaut werden.

Bezug zu Schuljahresbeginn 2029/30 angestrebt

Anders als die Grundschulen in Kandel, Freckenfeld und in Minfeld, die von der Verbandsgemeinde getragen werden, ist die Ortsgemeinde Steinweiler für ihre eigene Grundschule verantwortlich, erläuterte Ortsbürgermeister Michael Detzel (CDU) in der Sitzung des Gemeinderats. Geplant wurde für den Ausbau bereits: Das Planungsbüro Krüger aus Karlsruhe hatte ursprünglich ein Raumkonzept vorgelegt, das zwischenzeitlich deutlich reduziert werden konnte. Jetzt plant man eine eingeschossige Variante, verzichtet auf ein Treppenhaus und braucht damit auch keinen Aufzug. Ein Speisesaal, eine Cateringküche, zwei Unterrichtsräume und ein Raum für das Betreuungsangebot sollen neu gebaut werden. Die gesamte Nutzfläche beträgt 330 Quadratmeter.

Der Schulträgerausschuss hatte sich schon im April mit diesem Raumkonzept befasst und empfohlen, die Planungen in dieser Richtung voranzutreiben. Weil die Planungskosten wohl über dem Schwellenwert von 221.000 Euro liegen werden, mussten die Arbeiten europaweit ausgeschrieben werden. Den Zuschlag bekam Krüger – dasselbe Büro, das auch mit den Planungsarbeiten für die Sanierung des denkmalgeschützten Hauses in der Hauptstraße 36 (gegenüber Rathaus) betraut wurde.

Sorgen angesichts der möglichen Kosten

Die technische Gebäudeausrüstung plant das Ingenieurbüro Bauer TGA aus Bruchsal. Wenn alles klappt, so Ortsbürgermeister Detzel, kann spätestens zum 1. Oktober 2026 der Förderantrag gestellt werden. Erhält Steinweiler den maximalen Förderbetrag bis zum April 2027, dann können die Aufträge vergeben und mit dem Bau begonnen werden. Man wünscht sich, das neue Ganztagsschulgebäude zu Beginn des Schuljahres 2029/30 beziehen zu können.

Ratsmitglied Markus Marz (SPD) fragte nach den Kosten. So genau kenne man die noch nicht, erwiderte Detzel. Man hoffe aber, dass man am Ende mit zwei Millionen Euro auskomme. Wie hoch der Anteil der Gemeinde an diesen Kosten sein wird, hänge auch von der Art der Zuschussgewährung ab. So seien im Fördertopf „Basismittel“ Gelder für das Projekt Steinweiler reserviert, allerdings für die ursprünglich geplante größere Variante. Jetzt habe man abgespeckt und hoffe weiterhin auf eine Bezuschussung aus diesem Topf. Andernfalls wären Schulbaumittel zu beantragen, wie sie etwa für die Mensa der Grundschule Kandel gewährt wurden. Dann müsste man mit höheren Eigenkosten rechnen, warnte der Ortsbürgermeister und sah dabei in viele besorgte Gesichter seiner Ratsmitglieder.

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