Kreis Germersheim Albbrücke gibt Vorgeschmack auf Albtraum

Wörth/Karlsruhe: Vor der Rheinbrücke auf Karlsruher Seite wird im August auf der Südtangente die Albbrücke bei Knielingen saniert. Drei Monate lang sind noch mehr Verkehrsstaus als sonst zu erwarten.
Über drei Monate Stau – das erwartet die Pendler aus der Südpfalz ab Anfang August auf der Karlsruher Südtangente. Denn dann wird die Albbrücke kurz hinter der Abfahrt Knielingen saniert. Ein gutes Jahr später kommt es dann knüppeldick: Die Sanierung der Rheinbrücke soll voraussichtlich im April 2018 beginnen. Geplante Dauer: 9 Monate. An der Knielinger Albbrücke ist die Übergangskonstruktion der Brücke bereits Ende 2015 gebrochen; sie wurde zunächst provisorisch repariert. An der Brücke sind zudem die Brückenkappen in einem schlechten Zustand, die Geländer und die Schutzeinrichtungen entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik. Für August ist nun geplant, die beschädigte Übergangskonstruktion auszubauen und durch eine neue zu ersetzen. Die Bauwerkskappen werden abgebrochen und neu betoniert. Zudem werden Fahrbahnbelag und Abdichtung erneuert und die Brückenentwässerung ausgetauscht. Die Geländer und die Schutzeinrichtungen werden neu eingebaut. Für die Baustelle wird eine sogenannte „Drei-plus-Eins“-Verkehrsführung eingerichtet, um in jede Fahrtrichtung jeweils zwei ausreichend breite Fahrstreifen zur Verfügung stellen zu können. Die Bauzeit beträgt etwa dreieinhalb Monate. Die Baukosten der gesamten Maßnahme belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro und werden vom Bund getragen. Falls nichts unerwartetes geschieht, sollte das Jahr 2017 auf der Südtangente zwar nicht staufrei, aber doch zumindest baustellenfrei verlaufen. Im April 2018 ist damit dann Schluss. Dann beginnt den heutigen Planungen zufolge die Sanierung der Rheinbrücke Wörth-Karlsruhe, so das Regierungspräsidium Karlsruhe. Die Deckbleche der Brücke sollen verstärkt werden. Dazu wurde ein in Deutschland neues Verfahren mit ultrahochfestem Beton an einem Stahlbauwerk bei Beimerstetten getestet. Für die Ertüchtigung der Rheinbrücke werde insgesamt eine Bauzeit von bis zu neun Monaten kalkuliert, so das Regierungspräsidium. Vorgesehen sei überwiegend ein „Vier-plus-null“-Verkehr, also eine Fahrspur pro Richtung weniger. Eine Brückenhälfte ist dabei gesperrt, auf der anderen Hälfte werden zwei Spuren je Fahrtrichtung ausgewiesen. Während der Betonierungsphasen müssen beide Brückenseiten komplett gesperrt werden, da ansonsten aufgrund der Schwingungen der Spezialbeton nicht ohne Beeinträchtigungen aushärten kann, so das Regierungspräsidium. Erforderlich seien hierfür voraussichtlich sechs bis sieben jeweils zweitägige Vollsperrphasen, die möglichst auf ein Wochenende gelegt werden sollen. Dies ist für Mitte 2018 vorgesehen. Geprüft werde auch, ob während der Bauzeit eine Verbesserung des Angebots im öffentlichen Personennahverkehrs erfolgen kann. |lap