Kreis Bad Duerkheim Zur Sache: Drei Fragen an Peter Klöppel

Auf unserer Deutschlandreise wollen wir eben nicht in den Großstädten Station machen. Normalerweise berichten unsere Reporter aus den Städten, in denen wir Büros haben. Jetzt wollen wir dahin gehen, wo der Großteil der Menschen in Deutschland lebt, nämlich in den kleinen und mittleren Städten, in den ländlichen Gebieten. Hier ist Kriminalität vielleicht kein Top-Thema, dafür ist es für die Leute wichtig, wie die Schulen ausgestattet sind und was die Kinder nach dem Unterricht machen können. Deidesheim ist eine solche deutsche Kleinstadt, in der wir erfahren wollen, was die Menschen beschäftigt. Was reizt Sie an dieser Art der Berichterstattung? Ich bin gern mit Menschen zusammen, höre ihnen zu. Es sind nicht die weltpolitischen Themen, die die Menschen umtreiben. Es geht vielmehr darum, wie sie ihren Alltag bewältigen. Wir wollen den Zuschauern zeigen, welche Dinge die Politik angehen muss. Und zugleich aufrufen, sich einzumischen. Zum Beispiel über einen regionalen Abgeordneten, der im Bundestag was bewegen kann. Ich lerne auf dieser Reise jeden Tag dazu, heute habe ich viel über deutsche Schulpolitik erfahren. Wie nehmen Sie die aktuelle Stimmung in Deutschland wahr? Sind die Menschen eher frustriert oder doch optimistisch? Es gibt viele Menschen, die optimistisch sind, weil sie etwas anpacken. Allerdings klagen viele über die Hürden der Bürokratie und ich höre oft „ich würde ja, wenn…“ An dem „wenn“ müssen wir arbeiten! Aber natürlich sind viele auch frustriert. Die Reallöhne sind seit Jahren nicht gestiegen, und viele Arbeitsverträge bieten keine Sicherheit.
