Deidesheim RHEINPFALZ Plus Artikel Pläne für neue Radwegeführung zurückgestellt

Stadtauswärts sollen Radfahrer den Planungen zufolge über eine Verkehrsinsel geführt werden.
Stadtauswärts sollen Radfahrer den Planungen zufolge über eine Verkehrsinsel geführt werden.

Ein Teil des Stadtrats kann sich weiterhin nicht mit der Planung anfreunden, die die Verwaltung zusammen mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM), Speyer, zur Verbesserung der Sicherheit der Radfahrer am Ortsausgang Deidesheims in Richtung Forst entwickelt hat.

Dem Vorschlag zufolge sollen die Radfahrer in Richtung Forst über eine Verkehrsinsel auf den Radweg geführt werden. In umgekehrter Richtung sollen sie vom Wirtschaftsweg/Radweg aus auf einen Schutzstreifen geführt werden, und sich von diesem aus in den Verkehr einfädeln. Die Bordsteinkante soll am Ende des bisherigen Radwegs abgesenkt werden, so dass die Radfahrer problemlos auf den Schutzstreifen einfahren können. Derzeit fahren die Radfahrer häufig auf dem Bürgersteig, in den der Radweg nahtlos übergeht. An Ausfahrten entstehen dann gefährliche Situationen.

Im April hatte der Stadtrat der Lösung von Verwaltung und LBM nicht zugestimmt, sondern das Thema vertagt. Der Grund damals: Die Ratsmitglieder sahen durch die geplanten Maßnahmen keine deutliche Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrer. Bereits im Frühjahr ging es um die Wegeführung stadteinwärts, vorwiegend aber um die Situation an der Ecke Weinstraße/Steingasse, also für die Wegeführung stadtauswärts. Hier sollte überprüft werden, ob große Fahrzeuge in die Steingasse einbiegen können, ohne dabei die neue Verkehrsinsel zu tangieren. Das ist inzwischen geschehen, weshalb die geplanten Veränderungen jetzt auf den Weg gebracht werden sollten.

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Hebinger fürchtet Kollisionspunkt

Das allerdings war nicht der Fall. Das Thema wurde nochmals zurückgestellt, wobei es vor allem um die Radwegeführung stadteinwärts ging. Mehrere Ratsmitglieder bezeichneten die Pläne als „hochgefährlich“. Stefan Hebinger (CDU) ist der Meinung, dass damit ein „Kollisionspunkt“ geschaffen werde. Radfahrer kämen mit hoher Geschwindigkeit von dem Radweg und müssten dann quasi eine S-Linie bewältigen. Es sei absehbar, dass viele da überfordert seien. Bedenken hatten auch Eric Steffen (CDU) und Thomas Wehner (CDU). Radfahrer müssten „künstlich“ abgebremst werden, damit sie nicht zu schnell auf die Straße gerieten. Über mögliche Planungsänderungen soll jetzt noch einmal mit dem LBM gesprochen werden.

Wie schon im April wurde auch jetzt wieder die Forderung nach Tempo 30 auf der innerörtlichen Weinstraße laut. Stadtbürgermeister Manfred Dörr (CDU) wies darauf hin, dass die Stadt alles unternommen habe, um dies zu erreichen – bisher allerdings ohne Erfolg. Die Weinstraße ist eine Landesstraße, für die der Landesbetrieb Mobilität zuständig ist.

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