Dirmstein
Geldsegen: Warum Dirmstein einen zweiten Nachtragshaushalt hat
Dirmstein und der Nachtragshaushalt. Das war in der ersten Jahreshälfte eine Hängepartie, bis die Kommunalaufsicht grünes Licht gegeben hatte. Petra Walczok, in der Verbandsgemeinde Leiningerland (VG) unter anderem für die Haushaltsplanungen der Gemeinden zuständig, äußerte zu Jahresbeginn außerdem Befürchtungen, dass die Einnahmen aus der Gewerbesteuer in diesem Jahr niedriger ausfallen könnten. Die damals schlechten Aussichten haben sich zumindest etwas ins Positive verkehrt. So sehr, dass sich die VG veranlasst sah, im Herbst einen zweiten Nachtragshaushalt zu beschließen.
„Wir müssen es nicht zwingend machen, aber um konform mit der Gemeindeordnung zu sein, habe ich einen Nachtrag gemacht“, erklärt Walczok auf RHEINPFALZ-Anfrage ihre Vorgehensweise. Einen zweiten Nachtragshaushalt hatte die Kommunalaufsicht ihr zufolge zunächst sogar gefordert. Aufgrund positiver Entwicklungen sei jedoch im Sommer von der Aufsicht das Signal gekommen, dass ein zweiter Nachtrag nicht nötig sei. Walczok hat es trotzdem gemacht.
Ergebnishaushalt mit 117.340 Euro im Plus
Neu sind Ausgaben für die Umgestaltung der kommunalen Kita und für die Unterhaltung der Straßen, „weil die Gemeinde dort tätig werden musste“, wie Walczok mitteilt. Trotzdem ist es gelungen, den Ergebnishaushalt ins Positive zu verkehren, weil 24.000 Euro eingespart wurden und zu den Erträgen rund 113.000 Euro dazu gekommen sind. „Die Gemeinde hat an anderen Stellen eingespart und mehr Erträge bei der Gewerbesteuer erzielt“, begründet Walczok die Änderungen.
Statt eines Minus von rund 20.000 Euro steht nun ein Plus von 117.340 Euro unter dem Ergebnishaushalt. Die Erträge aus der Gewerbesteuer könne man am Anfang des Jahres nie genau greifen, erklärt Walczok die unerwarteten Erträge.
Finanzhaushalt verbessert sich ebenfalls
Der Finanzhaushalt verbessert sich durch den Wegfall von Kreditaufnahmen ebenfalls, so reduziert sich die Summe der Kreditaufnahmen um rund 110.550 Euro auf nun 375.000 Euro. Der Finanzhaushalt sehe Walczok zufolge aber auch deshalb besser aus, weil sich die Kreditaufnahme lediglich ins nächste Jahr verschoben habe.
Der Gemeinderat hatte den zweiten Nachtragshaushalt bereits in der Sitzung Anfang November einstimmig abgesegnet. Wenn die Kommunalaufsicht zustimmt, ist das Haushaltsthema für die Dirmsteiner für dieses Jahr erledigt. Im ersten Nachtragshaushalt 2024 hatte Dirmstein aufgrund der finanziellen Situation bereits widerwillig die Grundsteuern A und B anheben müssen.