Nach Unwetter Forstamt warnt: Viele Waldwege beschädigt im Kreis Bad Dürkheim
Das Forstamt Bad Dürkheim, zu dessen Bereich auch die Gemeindewälder Deidesheim und Wachenheim gehört, warnt Waldbesucher vor Gefahren. Die drei Starkregenereignisse Ende Juni hätten beträchtliche Schäden angerichtet. Im Laufe von nur sechs Stunden seien am 24., 28. und 29. Juni 45 Prozent eines normalen Gesamtjahres-Niederschlags gefallen. Wahre Sturzbäche hätten die Wege aus- und auch komplett weggespült. Böschungen seien abgesackt, sogar Hangrutsche hätten sich ereignet. Försterin Annette Bleh vom besonders betroffenen Revier Drachenfels: „Es gab schwere Schäden an Stellen, wo ich nie damit gerechnet hätte. Offensichtlich sind Quellgründe, die seit Jahren trocken waren, infolge der ,Regenzeit’ wieder aufgebrochen und haben den Wegekörper weggeschwemmt“.
K 15 derzeit voll gesperrt
Waldbesucher sollten besonders vorsichtig sein, da es Ausspülungen und Rinnen auf vielen Waldwegen gebe, die zu Stolperfallen werden könnten. Derzeit überprüfe das Forstamt die Wege. Besonders stark geschädigte Wege seien unbefahrbar und daher gesperrt worden. Das gelte nicht nur für die Holzabfuhr, sondern auch für Rettungskräfte. Wanderer und Biker sollten daher besondere Vorsicht walten lassen. Für die nächsten Tage seien außerdem weitere Regenfälle vorhergesagt. Die entstandenen Schäden sollen schnellstmöglich beseitigt werden. Angesichts des Umfangs werde das jedoch beträchtliche Zeit in Anspruch nehmen. Die K15 durchs Gimmeldinger Tal ist derzeit voll gesperrt. Hier besteht wegen eines Risses im Asphalt „Gefahr im Verzug“.
Solche Wetterextreme beziehungsweise Starkregenereignisse wie Ende Juni seien Anzeichen des Klimawandels, so das Forstamt.



