Kreis Bad Duerkheim Bahr sucht Bähr

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Familienforschung boomt nicht nur in den USA, auch bei uns hat sie sich durch die Möglichkeiten der Internet-Recherche zu einem interessanten Hobby entwickelt. Cindy Bahr-Gerondes aus St. Louis/Missouri kam deshalb mit ihrem 83-jährigen Vater zu einem Besuch nach Deutschland, um in Ungstein nach weiteren Vorfahren zu suchen.

Auch der Dürkheimer Michael Wolf begeistert sich für Genealogie (wir berichteten bereits über seine Trump-Forschung) und nahm mit Bahr-Gerondes Kontakt auf. Am Samstag trafen sie sich im Weingut Bärenhof, um dort zusammen mit Günter Bähr und Dr. Fritz Schumann nach Verbindungen der familiären Wurzeln zu forschen. Hilfreich war für sie dabei auch der vorherige Besuch im Landesarchiv in Speyer und in der Schlarb-Bibliothek. Bahr-Gerondes kann ihre von Ungstein nach Amerika ausgewanderten Vorfahren bis in das Jahr 1586 zurückverfolgen. Dem Weingutsbesitzer Günter Bähr ist nur die Erinnerung an die Erzählungen des Vaters geblieben, er war der Ahnenforscher in der Familie. Seine umfangreichen Unterlagen sind jedoch bei einem Unwetter 1970 vernichtet worden, ihn selbst kann man nicht mehr befragen. Wie Bähr berichtet, begann die Ahnenforschung eher zufällig. Aufgrund der Ähnlichkeit der Geschwister fragte ein Besucher aus der Schweiz nach ihrem Familiennamen. Es stellte sich heraus, dass es in der Schweiz eine Familie Bähr gab, die von dort ins Elsass gezogen war und 1694 weiter nach Ungstein wanderte. Zu dieser Zeit wohnten aber die Vorfahren von Bahr-Gerondes schon lange im Ort, so dass beide Linien nicht miteinander verwandt sind. Schumann erklärte die Häufigkeit des Namens Bähr in Ungstein mit der Tatsache, dass am Krimhildenstuhl ein römischer Steinmetz 200 nach Christus seinen Namen „ursus“ (Bär) in den Fels getrieben und für die Verbreitung des Namens Bähr in Ungstein gesorgt habe. Auf einer alten Katasterkarte sind alle Anwesen verzeichnet, die von einem Träger des Namens Bähr bewohnt wurden. Die Gebäude sind heute noch vorhanden. Zusammen mit Ulrich Knöller, der als Übersetzer fungierte, nahmen es die Familienforscher zum Anlass, sie bei einem Rundgang durch den Ort zu besichtigen. |dox

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