Donnersbergkreis Gustav Herzog: Kein Rückzug aus der Politik

Ist motiviert und will „leidenschaftlich um den richtigen Weg“ der SPD streiten: Gustav Herzog.  ArchivFoto: Loeffel
Ist motiviert und will »leidenschaftlich um den richtigen Weg« der SPD streiten: Gustav Herzog. Archiv

„Ich ziehe mich nicht aus der Politik zurück. Ich werde nur für die nächste Bundestagswahl nicht mehr zur Verfügung stehen.“ Das hat der SPD-Bundestagsabgeordnete Gustav Herzog am Freitag betont. Wie berichtet, will der 60-Jährige nicht noch ein weiteres Mal für den Bundestag kandidieren. Das gilt jedoch nicht für den Kreistag und den Zellertaler Ortsgemeinderat.

Partei Zeit geben



In parteiinternen Gesprächsrunden hatte Herzog diese Woche in Bennhausen, Kaiserslautern und Konken im Kreis Kusel seine Entscheidung mitgeteilt. Der 60-Jährige gehört seit 1998 dem Bundestag an. Zwei Mal, 2013 und 2017, holte er als einziger Sozialdemokrat das Direktmandat in Rheinland-Pfalz. „Zum Ende dieser Wahlperiode wären es 23 Jahre. Seit 46 Jahren wäre ich dann berufstätig, die Hälfte davon auf der ,Hochleistungsspur’ Mandat“, so Herzog. Die Entscheidung, nicht noch einmal zu kandidieren, gelte auch, sollte es zu einer vorgezogenen Neuwahl des Bundestages kommen. Deswegen sei es ihm wichtig gewesen, seinen Entschluss frühzeitig bekanntzugeben. „Damit will ich meiner Partei und ihren Mitgliedern ausreichend Zeit geben, die Nachfolge zu regeln. Die Talente in unserer Partei wollen wir finden, fördern und aufbauen.“

Politisch weiter engagiert



Herzog betont, dass das aber nicht das Ende seines politischen Engagements sein wird. Mit Blick auf die Kreistagswahl 2019 habe er seine Partei wie vor fünf Jahren gebeten, ihn auf den letzten Listenplatz zu setzen. „Ich habe auch angeboten, dass ich für den Ortsgemeinderat Zellertal auf die Liste gehe, ehrenvoll auf den letzten Platz“, sagt er schmunzelnd. „Gemeinsam mit euch möchte ich jetzt und in den nächsten Jahren die SPD strukturell und inhaltlich erneuern, die Partei wieder mehr öffnen und leidenschaftlich um den richtigen Weg streiten“, kündigt Herzog in einer persönlichen Erklärung an.

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