Kaiserslautern Zehn Tipps zum Wassersparen
1. Tropfenden Hahn austauschen: Tropfende Wasserhähne sollte man sofort austauschen, raten die Stadtwerke. Tropft ein Hahn alle zwei Sekunden, laufen pro Jahr rund 800 Liter Wasser ungenutzt in den Abfluss.
2. Wassersparende Armaturen: Um bis zu 50 Prozent lässt sich der Verbrauch reduzieren, wenn wassersparende Duschköpfe oder Wasserhähne genutzt werden, erläutert Dorothea Schröder von der Kommunikationsabteilung. Die Stadtwerke raten zudem zu einem Einhandmischer. Damit lassen sich Temperatur und Wassermenge schnell regulieren. Das senke nicht nur den Wasser-, sondern auch den Energieverbrauch. Zusätzliche Energie lässt sich sparen, wenn man den Griff nicht aus optischen Gründen in der Mittelstellung belässt. So wird nämlich automatisch auch warmes Wasser genutzt, so Schröder.
3. Geschirr nicht von Hand spülen: „Die paar Teller spüle ich schnell von Hand“ – das hat sich jeder schon mal gedacht. Weniger Wasser verbraucht aber, wer einen Geschirrspüler nutzt. Während in der Spüle im Schnitt 45 Liter, unter fließendem Wasser sogar bis zu 100 Liter verbraucht werden, benötigt der Geschirrspüler für die gleiche Menge unter 20 Liter, sagen die SWK.
4. Sparprogramme nutzen: Geschirrspüler und Waschmaschinen sollte man nicht anschalten, wenn sie erst halbgefüllt sind. Bei der Programmwahl rät Dorothea Schröder zudem zu einem Sparprogramm. Auch wenn das Gerät dann länger läuft, verbraucht es so weniger Strom und Wasser. Dass bei Kurzprogrammen wegen der Zeitersparnis weniger Energie oder Wasser verbraucht wird, sei ein Irrglaube, sagt sie.
5. Sparspülkästen nutzen: Herkömmliche Spülkästen bei Toiletten lassen neun bis zwölf Liter Wasser bei einem Spülgang durchfließen, erklärt Michael Beine, Abteilungsleiter für die Wasserversorgung Rohrmedien bei den Stadtwerken. Mit einem Sparspülkasten verringert sich die Menge auf sechs Liter. 10.000 Liter pro Jahr lassen sich laut Stadtwerke so in einem Haushalt sparen. Sogar ein bisschen mehr, wenn man zudem die Spartaste zum Stoppen der Spülung drückt. Aber Vorsicht: Ist der Wasserfluss zu gering, droht die Leitung zu verstopfen.
6. Gemüse und Obst in einer Schüssel waschen: Gemüse und Obst sollte man nicht unter fließendem Wasser abwaschen, sondern in einer Schüssel, raten die Stadtwerke. Das verschmutzte Wasser kann so zum Blumengießen verwendet werden.
7. Regenwasser sammeln: Um die Pflanzen im Garten zu wässern, sollte man Zisternen oder Gefäße vorhalten, um Regenwasser zu sammeln. „Das hilft natürlich nichts, wenn es wochenlang nicht regnet“, sagt Michael Beine. Die Stadtwerke haben dennoch Spartipps. Um eine starke Verdunstung zu vermeiden, sollte kurz nach Sonnenuntergang oder morgens vor Sonnenaufgang gegossen werden. Zudem sollte man nahe an der Pflanze wässern, anstatt Sprinkler zu nutzen und grundsätzlich auf trockenheitsresistente Pflanzen setzen. Michael Beine hält es nicht für sinnvoll, während Hitzeperioden wie in den vergangenen Wochen den Rasen im Vorgarten zu wässern. Grundsätzlich halte ein etwas längerer Rasen die Feuchtigkeit besser.
8. Auto nicht daheim waschen: Dem schmutzigen Autolack in der eigenen Einfahrt mit Gartenschlauch und Schwamm zu Leibe zu rücken, verbraucht deutlich mehr Wasser, als eine Waschanlage zu nutzen. „Dort wird ein Großteil des Wassers nicht nur einmal genutzt, sondern aufbereitet“, sagt Michael Beine. Das ist nicht nur gut für den Wasserverbrauch, sondern auch für die Umwelt. Denn so landen Teer und andere Rückstände nicht in der Natur.
9. Duschen statt Baden: Bei weit über 30 Grad kommen wohl nur die wenigsten Lautrer auf die Idee, ein warmes Bad zu nehmen. Wer Wasser sparen möchte, sollte aber auch in der kalten Jahreszeit seltener in die Wanne steigen, die zwischen 150 bis 170 Liter Wasser fasst. Wer fünf Minuten duscht, verbraucht nur rund 70 Liter, erklären die Stadtwerke. Apropos Duschen: Dorothea Schröder rät, beim Einschäumen das Wasser abzudrehen. Gleiches gilt während dem Einseifen beim Händewaschen oder dem Zähneputzen.
10. Auf Technik bei Pools achten: Während der Corona-Pandemie tauchten in immer mehr Gärten Pools auf. Schon in einen durchschnittlichen Aufstellpool mit 3,66 Meter Durchmesser passen gut 6500 Liter Wasser, rechnen die SWK vor. Das entspreche dem 52-fachen Tagesbedarf einer Person. Wer auf das kühle Nass im eigenen Garten dennoch nicht verzichten möchte, sollte den Pool bei Nichtbenutzung abdecken, um die Verdunstung zu verringern. Und es sollte auf eine funktionierende Technik geachtet werden, „damit das Wasser nicht kippt und der Pool im Laufe des Jahres mehrfach gefüllt werden muss“, so Dorothea Schröder. Befüllen sollte man den Pool am besten nicht zu Hauptverbrauchszeiten am Vormittag oder am frühen Abend. Das trägt zwar nicht zum Wassersparen bei, entlastet aber das System des Wasserversorgers, so die Stadtwerke.
