Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel SWFV: Die Hoffnung auf den Re-Start schwindet

Im Amateurfußball liegt derzeit alles auf Eis.
Im Amateurfußball liegt derzeit alles auf Eis.

Ohne konkreten Beschluss endete am Donnerstagabend die Präsidiumssitzung des Südwestdeutschen Fußballverbandes (SWFV). Unterdessen schwindet die Hoffnung bei den Amateurvereinen, die Runde doch noch fortsetzen zu können.

Im zweiten Jahr nacheinander droht damit erneut ein Abbruch der Saison. Alles wird nun abhängig von den Fallzahlen der nächsten Wochen sein. Denn, so das SWFV-Präsidium kämpferisch: „Erstes Ziel bleibt nach wie vor, eine Wertung der Saison 2020/21 zu erreichen.“

Die Ausgangslage

Am Mittwoch hat die Ministerpräsidentenkonferenz den Lockdown bis zum 7. März verlängert. Für den Verband und seine Vereine bedeutet dies, „dass die vorgesehenen Auf- und Abstiegsrunden in der ursprünglich geplanten Form nicht mehr durchgeführt werden können“, so das Präsidium nach einer Sitzung am Donnerstag. Weiter heißt es: „Eine Wertung der Saison 2020/21 erfolgt im Spielbetrieb der Herren, wenn bei geteilten Staffeln alle Spiele der Hauptrunde und bei Staffeln mit Vor- und Rückrunde zumindest die Vorrunde gespielt beziehungsweise gewertet wurde.“ Der SWFV betont, dass eine Wertung der Saison „auch bei einem Start der Runde nach dem März noch möglich“ sei. Doch die Hoffnung schwindet von Woche zu Woche.

Der nächste Schritt

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben vereinbart, am 3. März erneut über mögliche Lockerungen zu beraten. Das SWFV-Präsidium hat sich bereits für den 10. März verabredet. Am Ende hängt wohl alles an einer Zahl: Sollte der Inzidenzwert „konstant und stabil unter 35“ liegen, so das Signal der Politik, könnte auch Freizeitsport wieder möglich werden. Ob damit direkt auch ein regulärer Trainings- und Spielbetrieb für alle erlaubt sein wird oder ob zuerst Kinder und kleinere Trainingsgruppen an der Reihe sind, bleibt abzuwarten. Das Präsidium hat bereits klargestellt, dass auf Grundlage der Spielordnung die Meisterschaftsrunde 2020/21 auf jeden Fall am 30. Juni 2021 endet.

Die verschiedenen Szenarien

Sollten Anfang März tatsächlich Lockerungen für den Amateursport beschlossen werden, könnte die Runde an Ostern fortgesetzt werden. Eine ordnungsgemäße Austragung der Hauptrunde wäre damit gewährleistet. RHEINPFALZ-Informationen zufolge gibt es aber auch alternative Einstiegsszenarien, die einen späteren Start vorsehen. Selbst ein erneut um zwei bis drei Wochen verlängerter Lockdown ließe eine Fortsetzung der Runde noch zu. Fest steht aber auch: Kann die Runde Ende April/Anfang Mai nicht fortgesetzt werden, bleibt nur die Annullierung der Saison.

In die Monate Mai und Juni fallen mit den Feiertagen Christi Himmelfahrt (13. Mai), Pfingsten (22. und 24. Mai) sowie Fronleichnam (3. Juni) zusätzliche Termine, an denen gespielt werden könnte. Addiert mit den zur Verfügung stehenden Sonntagen kämen die Teams auf elf Spiele. Exakt die Zahl, die durchschnittlich die Teams der A-, B- und C-Klassen in der Westpfalz noch zu absolvieren haben. Mannschaften, die noch Nachholspiele bestreiten, müssten zusätzliche Mittwoch-Termine einplanen.

Schwierig wird es in den deutlich größeren Gruppen der Bezirksliga. Hier wird ohne „englische Wochen“ das Programm nicht zu absolvieren sein. Die Krux: Beenden alle Klassen regulär die Hauptrunde, nicht aber die Bezirksliga, würde diese in der nächsten Saison auf mindestens 26 Mannschaften anwachsen. Die Entscheidungsspiele sollen nach RHEINPFALZ-Recherchen in der letzten Juni-Woche ausgetragen werden. Die Verbands- und Kreispokalwettbewerbe sollen noch vor dem 30. Juni abgeschlossen werden, könnten im Notfall aber auch noch im Juli ausgetragen werden.

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