Stadtleben
Straßenmusiker Rasmus Schumacher: „Die Stadt ist die schönste Bühne“
Rasmus Schumacher ist bereits auf den ersten Blick anzusehen, wie sehr er das Musizieren auf der Straße genießt. Der 36-Jährige spielt in der Marktstraße mit großer Hingabe seine Gitarre und singt dazu. Stilistisch sieht sich der Musiker zwischen Indie-Akustik und Pop mit Elementen von Folk, wie er erzählt. Ursprünglich komme er aus Köln, wo er 2009 ein Sportstudium an der Deutschen Sporthochschule beendet habe.
Seine Begeisterung für Musik hat ihn aber letztendlich zur Straßenmusik gebracht. Er habe mit 19 Jahren erstmals – aus einer Laune heraus – probiert, auf der Straße Musik zu machen. Daraus sei mit der Zeit eine große Leidenschaft geworden. „Mir geht es auch darum, den Menschen auf der Straße eine Freude zu bereiten und sie für ein paar Minuten ihren Alltagsstress vergessen zu lassen“, kommt der Musiker auf einen seiner Beweggründe zu sprechen. Schumacher erzählt, dass seine Musik in der Regel gut ankommt. Ihm liege es fern, dort aufzutreten, wo er andere mit seiner Musik stören könnte. Gerade, dass manche Menschen weitergehen, andere dagegen einen Moment innehalten und seiner Musik zuhören, mache für ihn einen besonderen Reiz seiner Tätigkeit aus.
Abseits von der Straßenmusik verdient Schumacher als freier Berufsmusiker sein Geld. So habe er unter anderem 2010 am Theater am Dom in Köln für die musikalische Begleitung gesorgt und 2012 sein erstes eigenes Album „Incessant on its way“ veröffentlicht. „Die Stadt ist für mich die schönste Bühne“, betont der Musiker, der erleichtert ist, als Berufsmusiker genug Geld zu verdienen, um ohne finanziellen Druck Straßenmusik machen zu können.
Nach Kaiserslautern geführt habe ihn, dass ihm etwas kleinere Städte als Abwechslung zur stressigen Millionenstadt Köln besonders gut gefielen und er Bekannte hier in der Region hat. Seit sieben Jahren tourt Schumacher durch Deutschland. Kaiserslautern sei immer ein willkommener Standort, da er von hier aus schnell in den anderen Städten im Südwesten Deutschlands sei. Etwa sieben bis zehn Mal im Jahr kann man Schumacher in Kaiserslautern hören, wo er sich in der Fußgängerzone über jeden freut, der stehenbleibt und lauscht. |lu