Kaiserslautern Privatschule aufs Pfaff-Areal?
Die CDU-Fraktion verlangt in einem Antrag für die nächste Sitzung des Stadtrats am 7. März Auskunft von der Verwaltung, welche Maßnahmen und Initiativen diese bisher zur Ansiedlung einer Internationalen Schule ergriffen hat. In diesem Zusammenhang macht die CDU-Fraktion den Vorschlag, das frühere Pfaff-Gelände in die Standortüberlegungen einzubeziehen, soweit dem interessierten Träger der Schule noch kein geeignetes Gebäude oder Grundstück angeboten worden ist. In Abstimmung mit dem neu eingerichteten Gestaltungsbeirat und der Pfaff-Initiative „Pfaff erhalten – Stadt gestalten“ sollten nach den Vorstellungen der Christdemokraten die vorhandenen Möglichkeiten auf dem ehemaligen Industriegelände erörtert werden. Das frühere Pfaff-Gelände hält die CDU-Fraktion für geeignet, um das private schulische Angebot in Kaiserslautern zu etablieren. Der Antrag verweist auf die Nähe des Standorts zur Technischen Universität und den Forschungsinstituten sowie zur Innenstadt. Nach Auffassung der CDU-Fraktion sollte auch das für die Stadtwerke vorgesehene Gelände für eine Internationale Schule in Betracht gezogen werden, sollten die Stadtwerke das Areal nicht für eigene Zwecke benötigen. Die Stadtwerke besitzen für eine zwei Hektar große Fläche eine Kaufoption. Im Gespräch ist ein Neubau ihrer Konzernzentrale an der Stelle. Das Gelände befindet sich am Werkseingang, das bisherige Verwaltungsgebäude des Nähmaschinenherstellers steht darauf. Das Projekt der Internationalen Schule liegt derzeit auf Eis. Intensive Versuche, die Schule in Kaiserslautern unterzubringen, scheiterten bisher an räumlichen Fragen. Erst war das frühere Kreiswehrersatzamt dafür im Gespräch, das dann als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurde. Dann wurde die Schule am Beilstein mit einem gleichzeitigen Umzug der Förderschule in die Bännjerrückschule dafür ins Auge gefasst. Diese Lösung scheiterte an Vorbehalten aus der Eltern- und Lehrerschaft der Förderschule. Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) hatte zuletzt im Stadtrat erklärt, dass der interessierte Schweizer Schulbetreiber eine private Lösung ohne Zutun der Stadt anstrebt. Derzeit macht die Idee eines Neubaus die Runde. Der potenzielle Schulbetreiber, der sich für den Standort Kaiserslautern interessiert, führt eine Internationale Schule in Neustadt an der Weinstraße. Schüler aus der Region Kaiserslautern werden derzeit dorthin befördert. In einem weiteren Antrag für die nächste Stadtratssitzung macht sich die CDU-Fraktion stark für eine zeitnahe Instandsetzung der Schule am Beilstein, nachdem Oberbürgermeister Weichel im Stadtrat auch erklärt hatte, dass die Schule an ihrem bisherigen Standort bleibt. Pläne sollen erstellt und dem Stadtrat vorgelegt werden. In der jüngsten Sitzung des Stadtrats war bereits eine Verwaltungsvorlage dazu auf der Tagesordnung, wurde von der Verwaltung in der Sitzung aber wieder heruntergenommen und auf die kommende Sitzung geschoben. (rdz)