Meinung Pallmann-Schließung: Ganz schwerer Schlag für die Innenstadt

Ende Mai ist bei Pallmann Schluss.
Ende Mai ist bei Pallmann Schluss.

Das Aus von Pallmann in der Marktstraße trifft die City ins Mark, zumal auf der Achse zuletzt schon mehr geschlossen hat.

Es ist wirklich traurig. Auch wenn man Matthias Pallmann diesen Schritt nicht verdenken und ihm und der Familie nur alles Gute wünschen kann: Für den Einzelhandel in der Stadt ist das Aus des Traditionsgeschäfts ein großer Verlust.

Pallmann war all die Jahre ein Frequenzbringer, viele Kunden sind nur deshalb von weit her nach Kaiserslautern gekommen. Wer ein vergleichbares Angebot sucht, muss künftig weit fahren. In der Pfalz jedenfalls wird er nicht fündig. Gefühlt gibt es bei Pallmann einfach alles. Pfannen, Kaffeemaschinen, Geschirr, Dekoartikel, Batterien. Pallmann ist nicht nur gut sortiert, sondern hat sich all die Jahre immer wieder neu erfunden. Neue Trends: Bei Pallmann sind sie zu finden, da wird durchaus auch der etwas exklusivere Geschmack bedient, ohne das klassische Angebot zu vernachlässigen. Ende Mai ist Schluss damit.

Der 59-Jährige war viele Jahre auch das Gesicht der Kaiserslauterer Einkaufswelt. Weil er seine Heimatstadt liebt, hat sich Pallmann über Jahre vor Ort im Einzelhandelsverband engagiert, hat immer für eine attraktivere Innenstadt gestritten. Er war ein entschiedener Gegner der Mall und hat ganz sicher mit seiner Kritik dazu beigetragen, dass das „K in Lautern“ nicht noch monströsere Züge angenommen hat. Pallmann hat nie ein Blatt vor den Mund genommen. Er war unbequem für das ein oder andere Stadtoberhaupt. Er hat zurecht immer wieder eingefordert, dass der Handel, dass die Innenstadt, mehr in den Fokus müssen, dass Kaiserslautern als Oberzentrum sicherer und sauberer werden muss, dass es besondere Formate braucht, um die Menschen in die Stadt zu ziehen.

Das Aus von Pallmann in der Marktstraße trifft die City ins Mark, zumal auf der Achse zuletzt schon mehr geschlossen hat, angefangen bei der Adler-Apotheke über Juwelier Knorr und demnächst Jack Wolfskin.

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