Meinung Nach Messerstecherei und Vandalismus: Videoüberwachung längst überfällig

Vidoeüberwachung vorm Kaiserslauterer Rathaus kommt.
Vidoeüberwachung vorm Kaiserslauterer Rathaus kommt.

Der Kaiserslauterer Bürgermeister Manfred Schulz hat einen Weg gefunden, vor dem Rathaus Videoüberwachung auszuprobieren. Das verdient Respekt.

Bürgermeister Manfred Schulz (CDU) bleibt konsequent. Seit er im Amt ist, setzt er alles daran, die Stadt sicherer zu machen. Er redet nicht nur, sondern er tut etwas. Obwohl die Polizei betont, dass der Rathausvorplatz kein Kriminalitätsschwerpunkt ist, hat Schulz einen Weg gefunden, Kameraüberwachung ausprobieren zu können. Respekt! Das Areal zu entwidmen und sich so quasi das Hausrecht zu sichern, das jeder Bürger auch auf seinem Privatgrundstück hat, macht dies möglich.

Seit Monaten häufen sich vor dem Verwaltungssitz Vorfälle, zuletzt gab es im November am helllichten Tag eine Messerstecherei, im Juli war ein städtischer Mitarbeiter am frühen Morgen auf dem Weg ins Rathaus überfallen und verletzt worden. Dass vor den Augen von Passanten dort Drogen vertickt werden, ist ein offenes Geheimnis. Schulz hatte mehr als einmal betont, hier nicht länger zuschauen zu wollen. Jetzt handelt er und entspricht damit wohl dem Wunsch vieler Bürger.

Was die zehn Kameras bringen, wird sich zeigen. Eine Garantie, dass alles gut wird, gibt es nicht. Vor dem hohen Haus neue Wege zu gehen, ist trotzdem überfällig. Der Rathausvorplatz ist nicht irgendeine Dreckecke. In unmittelbarer Nähe ist für viel Geld die Geschichte Kaiserslauterns freigelegt worden, über das Areal gehen Verliebte zum Standesamt, Bürger erledigen im Rathaus ihre Amtsgeschäfte, Besucher des Pfalztheaters passieren die Fläche. Der Rathausvorplatz ist so etwas wie die Visitenkarte der Stadt. Deshalb muss sich dort etwas ändern.

Die Verantwortlichen müssen sich aber auch fragen, was schiefläuft, warum vor allem Jugendliche und junge Erwachsene dort Straftaten begehen.

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