Kaiserslautern Mehr Saatkrähen-Kolonien in der Innenstadt
Die Zählung der Saatkrähen-Nester in der Stadt ist abgeschlossen. Nach Angaben des Referats Umweltschutz gibt es demnach mittlerweile vier Krähen-Kolonien in der City, bislang waren es nur drei. Zwischen den Koloniestandorten Marienkirche und Richard-Wagner-Straße habe sich ein weiterer an der stark befahrenen Kreuzung Königstraße Ecke Fackelwoogstraße gebildet. Bei Zählungen im April seien 106 besetzte oder intakte Nester registriert worden, teilte Bettina Dech-Pschorn, Leiterin des Referats Umweltschutz, auf Anfrage mit. Gutachter seien allerdings zu dem Ergebnis gekommen, dass sich der Gesamtbestand brütender Saatkrähen im Vergleich zu den vergangenen Jahren nicht wesentlich verändert habe. Bis 2023 war die Zählung der Saatkrähennester in Kaiserslautern durch ein Fachbüro baumgenau und differenziert nach besetzten und unbesetzten Nestern erfolgt.
Diesmal anders gezählt
2024 ergab sich laut Dech-Pschorn für die Stadt die Möglichkeit, auf die Zählergebnisse des Programms „Monitoring seltener Brutvögel“ des Dachverbands Deutscher Avifaunisten (DDA) zurückzugreifen. An zwei Terminen im April seien diesmal nur die intakten Nester gezählt worden, unabhängig davon, ob sie mit Sicherheit besetzt waren. „Der Erfahrung nach ist davon auszugehen, dass sich spätestens ab Beginn der Brutperiode kaum noch unbenutzte Altnester in den Baumkronen befinden, da das Zweigmaterial während der Balz- und Nestbauperiode von benachbarten Paaren für den Ausbau der eigenen Nester verwendet wurde“, erläuterte sie. Viele Bürger beklagen sich über Saatkrähen. In der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses hatte Dech-Pschorn allerdings erklärt, dass die Stadt kaum etwas gegen die Vögel unternehmen könne. Bislang gebe es keine effektive Vergrämungsmethode.