Kaiserslautern Mehr als nur Reifen im Angebot

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Wer bei Euromaster in der Mainzer Straße vorbeifährt, nimmt eine Werkstatt und ein großes, beigefarbenes Gebäude wahr. Aber nicht viele wissen, was sich hinter den Mauern verbirgt: die Deutschland-Zentrale des Unternehmens, die auch noch für Teile Österreichs zuständig ist.

Die Euromaster GmbH ist ein Unternehmen für Reifen- und Autoservice – mit Sitz in Kaiserslautern. Sie ist eine Tochtergesellschaft des Reifenherstellers Michelin. In 17 europäischen Ländern betreibt Euromaster 2300 Filialen und beschäftigt insgesamt 11.800 Mitarbeiter, davon rund 2000 in Deutschland. Hier unterhält Euromaster rund 300 Servicecenter und 40 Franchisebetriebe. In der Mainzer Straße arbeiten rund 170 Mitarbeiter, meist in der Verwaltung, aber auch im angeschlossenen Servicecenter, wie Andreas Berents, Geschäftsführer Deutschland und Österreich, und Personalchef Oliver Beck gestern Oberbürgermeister Klaus Weichel bei seinem Firmenbesuch erläuterten. Euromaster arbeitet nicht nur mit privaten Kunden, sondern auch mit großen Firmen zusammen. Ein großer Kunde ist nach den Worten von Berents die Deutsche Post mit rund 40.000 Fahrzeugen. Ebenso werden Spediteure und große Transportunternehmen betreut. Die Servicecenter wiederum sind Anlaufstelle für Privatkunden, die dort Reifen kaufen oder ihre Reifen wechseln lassen können. Wobei nicht nur Michelin-Reifen vorgehalten werden, der Kunde könne hier auch Reifen anderer Hersteller bekommen, so Beck. Die Servicestellen hat Euromaster in den letzten drei, vier Jahren umstrukturiert. Hier würden nicht nur Reifen aufgezogen, man biete auch einen kompletten Autoservice aus einer Hand an, von AU über TÜV-Termine bis zum Einbau und der Reparatur von Glas, erklärte Berents. Das erfordere eine enorme Qualifizierung der Mitarbeiter. Dabei mache sich auch der Fachkräftemangel bemerkbar. In diesem Zusammenhang erklärte Beck, man habe Schwierigkeiten, Hochschulabsolventen nach Kaiserslautern zu bekommen. Die Stadt habe keinen Ruf wie Hamburg oder München, junge Leute ziehe es oft in Großstädte. Es sei schwer, an Bewerber zu kommen, bestätigte Berents; Interessierten die sich aber erst mal für Kaiserslautern, könne man sie für die Stadt begeistern. Er selbst habe Vorurteile gegen die Stadt gehabt, nun wohne er hier und alle Vorurteile seien weg. Kaiserslautern eile der Ruf voraus, abseits gelegen zu sein, in Verbindung mit der Stadt würden oft auch die hohe Schuldenlast und Lagerung von Atomwaffen gebracht. „Vorurteile, gegen die wir anlaufen“, sagte dazu der Oberbürgermeister. Was wünscht sich Euromaster in Kaiserslautern? Die Antwort fällt nicht schwer. Nicht optimal ist, dass es keine getrennten Servicecenter für Pkw und Lkw gibt. „Wir würden das gerne trennen und sind auf der Suche nach einem Grundstück, das in der Nähe der Autobahn liegt“, sagte Berents. Dem Manne kann geholfen werden: „Da lässt sich sicher was finden“, erklärte Walter Scherer, Chef der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. (dür)

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