Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Lauterer Besonderheiten: Der St.-Martins-Platz verbindet Altstadt und City

Eine Ansichtskarte des St.-Martins-Platzes aus dem Jahr 1900 von einem etwas erhöhten Standort.
Eine Ansichtskarte des St.-Martins-Platzes aus dem Jahr 1900 von einem etwas erhöhten Standort.

Ein Platz, viele Namen: Der St.-Martins-Platz war einst Kornmarkt, Kaufhausplatz und Serenadenplatz. Heute zeigt er, wie sich Kaiserslautern entwickelt hat.

Der St.-Martins-Platz ist einer der ältesten Plätze der Stadt in Gesellschaft mit dem Stiftsplatz und dem Schillerplatz. Seinen Namen erhielt er allerdings erst im Jahr 1976 im Rahmen der Feierlichkeiten zum Jubiläum „700 Jahre Stadt Kaiserslautern“.

Bis dahin verwendeten die Leute im Sprachgebrauch unterschiedliche Namen: „Kornmarkt“ wegen der nahe gelegenen Kornspeicher, „Kaufhausplatz“ oder „Serenadenplatz“ wegen der in den 1930er Jahren von der Stadt veranstalteten Serenadenkonzerte. Das waren ähnliche Bezeichnungen, die auch für den Brunnen verwendet wurden.

Der aktuelle Blick auf den St.-Martins-Platz aus ähnlicher Perspektive.
Der aktuelle Blick auf den St.-Martins-Platz aus ähnlicher Perspektive.

Nur wenige Veränderungen an Bausubstanz

Die Randbebauung des Platzes besteht fast ausschließlich aus zwei- oder dreigeschossigen Putzbauten aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert. Der Platz hat seine Zeit in der Obhut der Kirche fast unverändert überdauert. Er ist einer der wenigen Plätze, an denen etwas Stadtgeschichte abzulesen ist. Es gibt nur gering Veränderungen der Bausubstanz um den Platz.

Die RHEINPFALZ führte im Oktober 1976 eine Umfrage durch, wie der Platz künftig offiziell heißen soll. Anlass war – außer dem Stadtjubiläum – der Ausbau als Fußgängerzone und „um die unsteten Bezeichnungen“ zu beenden. Die meisten Leute wünschten sich einen St.-Martins-Platz. Der Platz war, wie heute noch, wegen der gepflegten Gasthäuser schon in Alt Lautern eine gute Adresse. Er ist ein Bindeglied zwischen der Altstadt und der City.

Sommerserie

Kaiserslautern ist eine uralte Stadt – und gleichzeitig ist sie bunt, vielfältig und topmodern. Unser Autor Gerhard Westenburger widmet sich in unserer RHEINPFALZ-Sommerserie den Besonderheiten und Auffälligkeiten der Barbarossa-Stadt. Los geht's. Es gibt viel zu entdecken. Schon entdeckt hat unser Autor die Annexe Harzofen, eine längst verschwundene Siedlung, und das Stadtwappen, das den Kühlturm des früheren Schlachthofs ziert.

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