Kaiserslautern Lauterer Besonderheiten: Ein Stadtwappen ziert den Kühlturm des früheren Schlachthofs
Der Kühlturm in der Forellenstraße ist mittlerweile Bestandteil der Gartenschau. In dem Gebäude ist das „Brauhaus an der Gartenschau“ untergebracht, das von der Lebenshilfe betrieben wird.
Der Schlachthof nahm im Jahr 1888 den Betrieb auf. Die Stadt musste das Unternehmen immer wieder neuen technischen Bedürfnissen anpassen. Unter anderem errichtete sie 1890 eine Eisfabrik mit einem Kühlturm. In der Eisfabrik wurden Stangeneisblöcke hergestellt. Diese hatten ein Gewicht von jeweils 25 Pfund. Die Möglichkeit, Stangeneis zu produzieren, bot dem Schlachthaus die Möglichkeit, Fleischprodukte in größeren Mengen preiswerter einzukaufen und bei bis zu minus 20 Grad lagern zu können.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war es wichtig, am technischen Fortschritt teilzuhaben und das zu präsentieren. Dass die Stadt den notwendigen Entwicklungen zugetan war und sich damit identifizierte, schien sie mit einem Stadtwappen am Kühlturm zeigen zu wollen. Der Steinmetz oder der Bildhauer, der das Stadtwappen geschaffen hat, ist nicht bekannt.
Die Serie
Kaiserslautern ist eine uralte Stadt – und gleichzeitig ist sie bunt, vielfältig und topmodern. Unser Autor Gerhard Westenburger widmet sich in unserer RHEINPFALZ-Sommerserie den Besonderheiten und Auffälligkeiten der Barbarossastadt. Los geht’s. Es gibt viel zu entdecken. Im zuletzt veröffentlichten Serienteil beschäftigte sich unser Autor mit einer Rose, die nach der Stadt benannt wurde.