Kommentar
Kein Ruhmesblatt für den TuS Dansenberg

Fünf Trainer in 18 Monaten, das ist wahrlich kein Ruhmesblatt. Dass mit Steffen Ecker und dem Dansenberger Urgestein Kai Christmann zwei Trainer innerhalb nur eines halben Jahres gehen mussten, beziehungsweise ihr Amt zur Verfügung stellten, wirft kein gutes Licht auf die handelnden Personen.
Besonders die Demission von Ecker, dem im Sommer 2021, also mitten in der Saisonvorbereitung, eröffnet wurde, dass man nicht mehr mit ihm plane, hatte ein Geschmäckle. Wären es rein sportliche Gründe gewesen, aus denen die Trennung erfolgte, hätte man diese konsequenterweise nach dem vorzeitigen Scheitern in der Aufstiegsrunde vollziehen müssen, und nicht Monate später.
Nachfolger Christmann war ein Trainer auf Abruf. Kurz nachdem ihm mitgeteilt wurde, dass man seinen Vertrag nicht verlängern werde und er daraufhin sein Amt zur Verfügung stellte, wurde Frank Müller als Trainer für die neue Saison vorgestellt. Das war im Januar 2022. Rund ein Jahr später steht der Verein sportlich so schlecht da wie seit Jahren nicht mehr. Wieder ging ein Trainer vorzeitig.
Dass die Saisonziele von Beginn an in Gefahr waren, ist neben dem enormen Verletzungspech auch der Zusammenstellung des Kaders geschuldet. Ohne einen etatmäßigen Mittelmann in die Saison zu gehen, war mehr als blauäugig. Ob der kürzlich geholte Spielmacher Alexis Biagui als Soforthelfer taugt, bleibt abzuwarten. Last-Minute-Neuzugang Mihail Ivanov musste sich zuletzt hinter Eigengewächs Marco Holstein einreihen, fehlt nun verletzt.
Dass Kreisläufer Michel Reitemann eine echte Alternative zu Platzhirsch Sebastian Bösing ist, kann und muss er jetzt unter Beweis stellen. Auch von Routinier Gunnar Dietrich und dem seit Wochen fehlenden Torjäger Jonas Dambach, hatten sich die Fans insgeheim mehr erhofft. Als Glücksgriff erwies sich bislang vor allem der letztjährige Oberliga-Torschützenkönig Luca Steinführer. Auch Torwart Michel Fiedler wusste schon oft zu überzeugen. Dass ein 19-Jähriger Spiele im Alleingang gewinnt, kann und darf man nicht erwarten.
