Kaiserslautern
Headis: Headsinfarkt verliert in Kaiserslautern gegen den Weltmeister
Weltmeister David Ullinger (Ullix) und Weltmeisterin Simone Thiex (Theadix, beide aus Köln) sicherten sich den ersten Platz bei der Headis-Weihn8sköpperei. 194 Spielerinnen und Spieler, verkleidet als Grinchs, Turtles und Weihnachtselfen, trafen sich zum Jahresabschlussturnier in der Unisport-Halle. Ein neuer Teilnehmerrekord.
In Kaiserslautern kamen Athleten des Kopfballtischtennis, kurz Headis, aus aller Welt zusammen, um ein erfolgreiches, 13. Headis-Jahr gemeinsam ausklingen zu lassen – und das im „Irish Christmas“-Stil, dem diesjährigen Motto der Weihn8sköpperei. Neben Deutschland, der Schweiz, Luxemburg, der Slowakei und dem Iran waren auch Kanada und Indien vertreten. „Die Stimmung war großartig. Ein großes, weihnachtliches Miteinander“, resümiert Headis-Erfinder René Wegner. Es wurden jedoch nicht nur die Kostüme mit Spannung erwartet, sondern auch die Duelle an der Platte.
Sniper Schorsch verliert im Halbfinale
Nach der Gruppenphase ging es für die qualifizierten Sportlerinnen und Sportler in die K.o.-Runde. Und dort bekamen die Zuschauer zahlreiche spannende Matches zu sehen. Im Halbfinale der Männer standen sich zunächst Marcus Reeg (Sniper Schorsch, Kaiserslautern) und Cornelius Döll (Headsinfarkt, Köln) sowie David Ullinger (Ullix, Köln) und Alexander Stahl (Olaf der Wikinger, Mainz) gegenüber. Im ersten Duell konnte Sniper Schorsch gegen den späteren Finalisten Headsinfarkt zwar den ersten Satz mit 11:8 für sich entscheiden, verlor jedoch in der Folge die Sätze zwei und drei mit 4:11 und 6:11. Weltmeister Ullix hingegen besiegte seinen Gegner Olaf der Wikinger knapp aber glatt in zwei Sätzen mit 11:8 und 11:9.
Krimi im Finale
Es kam also zum Finale zwischen dem Vorjahressieger Headsinfarkt und dem amtierenden Weltmeister Ullix, das sich zu einem Krimi an der Platte entwickelte. Der erste Satz ging an Headinfarkt (11:8). Im zweiten Durchgang schaffte Ullix mit einem knappen 11:9 den Ausgleich. Es kam zum entscheidenden dritten, in dem sich letztlich Ullix mit einem erneut engen 11:9 durchsetzte.
Bei den Frauen fielen die Ergebnisse der Halbfinals und Finals etwas klarer aus. Im ersten Halbfinale unterlag Margarita Mármol Fernández (Klausi, Kaiserslautern) Susan Meinel aus Saarbrücken (Missing Pepper) in zwei Sätzen mit 7:11 und 7:11. Im zweiten Halbfinale fertigte die amtierende Weltmeisterin Simone Thiex (Theadix, Köln) ihre Kontrahentin Anna Quistorp (Mini Milq, Göttingen) mit 11:5 und 11:4 ab. Auch im späteren Finale ließ sie ihrer Gegnerin nicht den Hauch einer Chance. Mit 11:7 und 11:5 dominierte sie Missing Pepper an der Platte und sicherte sich verdient den ersten Platz.
Die Sache mit dem Pferdeschwanz
Zudem wurden neben der Platte wieder einiges an Specials geboten. Es gab einen Live-DJ, eine Fotoecke für Spieler, einen Burgerstand des Kaiserslauterer Burgerrestaurants „16/57“ sowie eine Jahresabschlussrede. Zudem wurden zwei Spieler in die Headis Hall of Fame aufgenommen. Ein weiterer Höhepunkt war die Spende vom neuen offiziellen Headis-Teammitglied Kevin Schmitt (Metalhead, Kaiserslautern). Er spendete seinen Pferdeschwanz gegen 2 Euro pro Zentimeter. Das Geld fließt in das Headis-Charity-Projekt „Headição“, die Haare gehen an die Krebshilfe zum Herstellen einer Echthaarperücke. Bei dieser Aktion kamen insgesamt 484 Euro zusammen, wobei 242 Euro durch die Haarspende gesammelt wurden und René Wegner die Summe aus eigener Tasche verdoppelte.