Kaiserslautern Fernwärme im Fritz-Walter-Stadion gestartet

So sah es aus während der Bauphase: Vom Fundament der Übergabestation laufen die Leitungen vor der Westkurve entlang.
So sah es aus während der Bauphase: Vom Fundament der Übergabestation laufen die Leitungen vor der Westkurve entlang.

Seit November wird das Fritz-Walter-Stadion über das Fernwärmenetz beliefert. Am 4. Februar wurde die neue Heizlösung offiziell eingeweiht. Die Umstellung erfolgte in gemeinsamer Arbeit von Stadiongesellschaft, FCK, Stadtwerke Kaiserslautern (SWK) sowie weiterer Partnerunternehmen. Ziel war eine moderne und energieeffiziente Versorgung des Stadions für Spielbetrieb, Verwaltung und Veranstaltungen.

Ein Zeichen für regionale Identität spiegelt sich auch in der Gestaltung der Fernwärmestation wider. Daniel Ferino, Künstler mit Nähe zur aktiven Fankultur, hat unter dem Motto „Wir heizen euch ein!“ die Bedeutung der Fernwärmeversorgung für den 1. FC Kaiserslautern in Szene gesetzt. Viele technische Anlagen der SWK tragen bereits Ferinos Handschrift.

Technik ersetzt alte Heizungsanlagen

Eine Analyse der bisherigen Heizungsanlagen hatte gezeigt, dass eine Modernisierung notwendig ist. Mit dem Anschluss an die Fernwärme sollte eine wartungsarme, leistungsfähige und nachhaltige Lösung entstehen, die den energetischen Anforderungen eines Stadions dieser Größe entspricht. Die Bauarbeiten liefen nach Zeitplan und konnten im vorgesehenen finanziellen Rahmen abgeschlossen werden, wie die SWK mitteilen.

Die neue Heizungsanlage ist mit Sensoren und einer digitalen Plattform ausgestattet, die Verbrauchs-, Temperatur- und Vergleichsdaten bündelt. So können ungewöhnliche Werte sofort festgestellt werden. Laut den Projektpartnern ermöglicht dies ein schnelles Reagieren bei Störungen und eine kontinuierliche Optimierung des Betriebs.

„Maßstäbe im Hinblick auf Energieeffizienz“

Michelle Dillinger, Leiterin Stadionbetrieb beim FCK, betont die Bedeutung einer zuverlässigen Wärmeversorgung: „Für uns am Betze ist es wichtig, dass die Versorgung jederzeit funktioniert. Der schnelle Anschluss war die beste Möglichkeit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit zu vereinen.“ Oberbürgermeisterin Beate Kimmel sieht einen Schritt mit Signalwirkung: „Mit der Fernwärmeversorgung im Fritz-Walter-Stadion setzen wir Maßstäbe im Hinblick auf Energieeffizienz.“

Der Geschäftsführer der Stadiongesellschaft, Stefan Weiler, erklärte, das Projekt gebe Planungssicherheit für die kommenden Jahre. Weitere Modernisierungen seien bereits in Vorbereitung. Die Partner sehen darin einen Beitrag zur langfristigen Sicherung des Stadionbetriebs und zur Energiewende in der Region. „Für uns alle ist die Wärmeversorgung des 1. FC Kaiserslautern ein Vorzeigeprojekt“, sagte SWK-Geschäftsführer Arvid Blume.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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