Handball
EM-Fieber beim TuS Dansenberg
Bereits seit einigen Jahren verfolgen die Dansenberger die Karriere von David Späth mit großem Interesse. Das Ausnahmetalent spielte von 2012 bis 2018 in der Jugend des TuS, bevor er ins Internat der Rhein-Neckar-Löwen ging. Spätestens im vergangenen Sommer ist dann auch ganz Handball-Deutschland auf Späth aufmerksam geworden, als er zunächst mit seinen Paraden den Löwen den DHB-Pokal bescherte und dann mit der deutschen U21 die WM gewann und als bester Torhüter des Turniers ausgezeichnet wurde.
Stolz auf „ihren Jungen“
Schon damals jubelte die ganze TuS-Familie und war unheimlich stolz auf „ihren Jungen“. Als dann seine Nominierung für die A-Nationalmannschaft feststand, war klar: In Dansenberg wird die EM mit besonders großem Interesse verfolgt. So organisierten die Verantwortlichen für alle Spiele der deutschen Mannschaft ein Public Viewing im Nebenraum der Layenberger Sporthalle in Dansenberg. Bereits zum Eröffnungsspiel gegen die Schweiz erschienen viele Fans und ehemalige Weggefährten von Späth, wie etwa Henry Hofmann (21), der gemeinsam mit David 2018 zu einem Sichtungslehrgang des DHB eingeladen worden war. Als David Späth in der Schlussphase eingewechselt wurde, wurde es laut in der Halle. Jede Parade des 2,05-Meter-Hünen wurde frenetisch bejubelt.
Die Fangemeinde jubelt
Für das Spiel gegen Nordmazedonien hatte sich zudem Davids Bruder Mike, der ebenfalls lange Jahre beim TuS Handball spielte, als Gast angekündigt. Es kamen deutlich mehr Leute als noch zum Eröffnungsspiel, darunter auch Christian Buchner, Späths erster Trainer in der Jugend, der natürlich unheimlich stolz auf die Entwicklung seines ehemaligen Schützlings ist. Und gegen Nordmazedonien gab es viel zu bejubeln für die „David-Späth-Fangemeinde“ in Dansenberg. David wurde schon frühzeitig eingewechselt und machte eine großartige Partie mit vielen starken Paraden. Jede einzelne wurde von Bruder Mike und dem Rest der TuS-Familie mehr gefeiert als die Tore des DHB-Teams.
Bei den Spielen gegen Frankreich und Island fiel die Zuschauerschaft aufgrund der gefährlichen Wetterlage gering aus, dafür waren Mike Späth und Michael Holstein, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des TuS, mit seiner Frau Nicole live vor Ort in Köln zum Auftakt der Hauptrunde gegen starke Isländer.
Unentschieden gegen Österreich überrascht
Am vergangenen Samstag dann eine besondere Kuriosität: Parallel zum Spiel der Deutschen gegen Österreich stand für die erste Mannschaft des TuS auch der Auftakt in die Rückrunde der Dritten Liga an. Parallel dazu hatten die Verantwortlichen des Drittligisten im Nebenraum einen Neujahrsempfang für die Sponsoren des Vereins organisiert, bei dem auch das EM-Spiel gezeigt wurde. Glücklicherweise war pünktlich zum Anpfiff des Deutschlandspiels Halbzeitpause in Dansenberg, sodass die Fans in den Nebenraum strömten. Auch direkt nach Spielende der Partie des TuS gegen Opladen versammelten sich alle im Nebenraum, um die spannende Schlussphase des EM-Spiels mitzuverfolgen. Dass es am Ende gegen starke Österreicher nur zu einem Unentschieden reichte, überraschte und frustrierte die Fangemeinde.
Begeistert vom Team der Alpenrepublik
Ein weiterer Ex-Dansenberger verfolgt das Team der Alpenrepublik mit großem Interesse. Luca Munzinger (26) war im vergangenen Sommer zum österreichischen Rekordmeister Bregenz Handball gewechselt und kommentierte: „Ich verfolge die Österreicher tatsächlich etwas mehr als die deutsche Nationalmannschaft, es ist eine wirkliche Sensation für das Land, was die Mannschaft abliefert. Man merkt einfach bei ihnen, was Wille und Glaube an sich selbst und an die Mannschaft im Handball ausmachen kann. Es macht Spaß, ihnen zuzusehen, und natürlich freue ich mich besonders für meine drei Mitspieler Ralf Patrick Häusle, Tobias Wagner und Markus Mahr, dass es für sie so gut läuft, und hoffe natürlich für sie, dass sie weiter auf dieser Erfolgswelle bleiben.“ Auch das Spiel der Deutschen am Montagabend gegen Ungarn wurde wieder live in der Layenberger Sporthalle übertragen. Ebenso wird es mit dem Spiel gegen Kroatien am Mittwoch sein.