Kaiserslautern Ein Tscheche, ein Schweizer und Headsinfarkt

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Der amtierende Welt- und Europameister kommt aus Deutschland: Cornelius Döll, alias Headsinfarkt, holte sich nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2015 nun auch den Titel der Europameisterschaft in der Trendsportart Headis. Bei der Eurokonstantia in Konstanz vor mehreren hundert Zuschauern besiegte der Kölner den ebenfalls aus Köln stammenden David Ulinger, alias Sebastian Headdel.

Als Favorit in die Qualifikation und das Turnier gestartet, wurde der Weltranglistenerste seiner Rolle voll und ganz gerecht. Musste er im Finale den ersten Satz mit 7:11 noch an seinen Konkurrenten abgeben, spielte er danach umso stärker auf. Mit 11:6 und 11:4 in den Sätzen zwei und drei ließ er Sebastian Headdel keine Chance mehr und bejubelte seinen verdienten Sieg. Auch das Spiel um Platz drei ließ bei Spielern und Fans keine Wünsche offen. Der Tscheche Pavel Stevlar, alias Duckbetty, und der Schweizer Stefan Rellstab, alias SwissHEAD, duellierten sich auf höchstem Niveau. Nach 11:7 und 8:11 in den ersten beiden Durchgängen stand es 1:1-unentschieden. Es ging in den entscheidenden dritten Satz, in dem beide Köpfer noch einmal alles aus sich herausholten. Beim Stand von 12:12 erspielte sich Duckbetty die entscheidenden Zähler für den notwendigen Zwei-Punkte-Abstand und sicherte sich mit 14:12 den Platz auf dem Bronzetreppchen. „Die europäischen Teilnehmer sind teilweise über 800 Kilometer angereist, um an der zweiten Tipico Headis Europameisterschaft teilzunehmen. Es war für uns alle eine Riesensache“, so Headis-Erfinder René Wegner. Dass beim Headis alles ein bisschen anders ist als bei anderen Sportarten zeigte die Teilnahme der nicht ganz europäischen Spieler aus Mittelamerika. Zwei Akteure hatten sich eigens für die EM aus der Dominikanischen Republik auf den Weg nach Deutschland gemacht – zweifelsohne die weiteste Anreise. Insgesamt köpften zehn Spieler aus fünf Ländern um die Europameisterkrone. Deutschland, Tschechien, die Schweiz, Belgien und die DomRep – Länder, in denen offizielle Headis-Partner aktiv sind und die Trendsportart seit ein bis drei Jahren vermarken – stellten je zwei Athleten. „Besonders interessant war zu sehen, wie die Jungs aus den anderen Ländern abschneiden, gerade die aus der Dominikanischen Republik. Die EM hat gezeigt, wie ausgeglichen das Niveau der verschiedenen Länder ist. Das ist gut für den Sport“, äußerte Wegner. Die Tschechen belegten Rang zehn und drei, die beiden Dominikaner erkämpften sich die Plätze sieben und acht. „Die Stimmung war überragend, und Deutschland hat sich erneut als großartiges Gastgeberland gezeigt. Wir freuen uns jetzt schon auf 2017“, zeigte sich Wegner überaus zufrieden. (astx)

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