Kommentar
Drei Jahre Pandemie: Der Applaus ist verklungen

Es ist paradox. Was waren wir vor drei Jahren alle froh, dass es Menschen gibt, die sich in Krankenhäusern und Arztpraxen um Patienten kümmern, die an diesem neuen Virus erkrankt sind. Applaus, Applaus! Doch geändert hat sich bislang nichts. Nur, dass die Begeisterung längst verklungen ist. Etliche haben dem Gesundheitswesen den Rücken zugekehrt. Das macht die Situation der Krankenhäuser – nicht nur die des Westpfalz-Klinikums – nicht besser: Denn weniger Personal heißt weniger Betten heißt weniger Patienten – heißt weniger Geld. Bei gleichzeitig aus dem Ruder laufenden Kosten.
Nach dem Applaudieren hätten wir damals die Politik in die Pflicht nehmen sollen, die Krankenhausfinanzierung auf ein neues Fundament zu stellen. Doch bis es nun so weit ist, wird noch das ein oder andere Krankenhaus seine Pforten schließen müssen ... Wenigstens, das ist nur ein kleiner Trost für alle, die im Gesundheitssystem durchgehalten haben, stehen die Zeichen auf Normalisierung. Dann wird es so wie früher. Nur mit weniger Kollegen – und mehr Arbeit.
