Kaiserslautern
Die Zeit der Gemeinschaftsduschen ist vorbei – zumindest in Haus 8
Das Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern ist eine Endlos-Baustelle; kaum ist ein Gebäude saniert, warten noch vier andere auf die Handwerker. Immerhin: „Das Haus 8 ist zwar noch eine Großbaustelle, es läuft aber nach Plan“, sagt Thorsten Hemmer, Geschäftsführer des Westpfalz-Klinikums. Ende 2023 soll das Gebäude bezogen werden, unter anderem Platz für Frauenklinik, Geburtshilfe und Wöchnerinnenstation bieten. Welche Abteilungen sonst noch einziehen, das werde gerade ausgearbeitet. In Haus 8 werden die Patienten künftig in Zwei-Bett-Zimmern mit Dusche und WC untergebracht. Hemmer: „Die Zeiten mit einem Bad auf der Etage sind, zumindest im Haus 8, jetzt vorbei.“ In anderen Gebäuden ist das noch nicht der Fall.
Kommt ein Neubau in der Albert-Schweitzer-Straße?
Jetzt laufen die Planungen an, wie es am Standort danach baulich weitergehen soll, verrät Hemmer. Erste Gespräche in Mainz im Gesundheitsministerium wurden bereits geführt. Hemmer favorisiert eine große Lösung. Zwar kein Neubau auf der grünen Wiese – „den wird niemand finanzieren können“ –, aber eine Überplanung des Klinikums und die Nutzung der vorhandenen Flächen. Hemmer: „Mit dem Standort mitten in der Stadt müssen wir leben.“ Der Mittelweg ist für ihn, vorhandene Gebäude und Neubauten „sinnvoll zu verbinden“. Beispielsweise entlang der Albert-Schweitzer-Straße. Für die Planung will Hemmer sich nun mit Medizinern und Pflege an einen Tisch setzen. Einen Wunsch verrät Hemmer: „Ich würde gerne die Intensivstationen bündeln, die momentan ganz verteilt sind.“
Ideen und Vorstellungen könne man viele haben, weiß Hemmer: „Aber das liegt ja nicht nur in unserer Hand, das muss finanzierbar sein und vom Land unterstützt werden.“ Wichtig sei ihm, dass die neue Planung zukunftsgemäß ist.
