Stadtgespräch RHEINPFALZ Plus Artikel Die Landwirtschaft braucht den Regen, ein Dorfspaziergang wäre ohne schöner

Das Feuerwehrhaus in Morlautern ist ein Provisorium. Wie lange es seinen Zweck erfüllen soll, ist noch nicht klar.
Das Feuerwehrhaus in Morlautern ist ein Provisorium. Wie lange es seinen Zweck erfüllen soll, ist noch nicht klar.

In der Wochenendkolumne geht es um ein Thema, bei dem jeder mitreden kann: ums Wetter. Aber: nicht nur ...

Lassen Sie uns, liebe Leserinnen und Leser, kurz übers Wetter reden. Also nicht so generell, sondern eher punktuell. Am vergangenen Dienstag hat es abends, so um halb fünf, ordentlich gekübelt und ja, es gab auch den ein oder anderen Blitz zu sehen. Alles in allem: nicht so dolle. Schon gar nicht, wenn man eine Draußen-Veranstaltung auf der Agenda hat.

Ausgerechnet für den späten Dienstagnachmittag hatten wir die zweite Auflage unserer Dorfspaziergänge angesetzt. Meine Kollegin Gundula Zilm und ich wollten eine angenehme Runde durch Morlautern drehen, uns dabei berichten lassen, wo es besonders schön ist im Ort, wo die Menschen sich treffen, aber auch, was die Bewohner des Stadtteils stört, wo sie noch Luft nach oben sehen, was verbessert werden könnte in ihrem Umfeld.

Verbesserungswürdig war am Dienstag dann mal vor allem das Wetter. Der Regen prasselte auf die mitgebrachten Schirme, der Himmel war grau, kein einziges blaues Fleckchen dazwischen. Sie sehen: optimale Bedingungen also …

Unverzichtbar: ein Regenschirm

Ortsvorsteher Alexander Lenz, unser Tourguide sozusagen, war aber mit Regenjacke und ausladendem Schirm ordentlich präpariert, auch für einen Regenspaziergang. Und auch meine Kollegin und ich hatten den Regenschirm dabei und vorsorglich auch ein zweites Paar Socken eingepackt. In eine Pfütze getappt ist schneller, als man schauen kann.

Die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Dorfspaziergang in Morlautern war dann auch, wie soll ich sagen, überschaubar. Zieht man Ortsvorsteher Lenz und Harald Brandstädter, schon lange in Morlauterns Kommunalpolitik, aber auch in der Stadtpolitik unterwegs, ab, waren es drei Menschen, die auch der Regen nicht davon abhielt, zur RHEINPFALZ-Veranstaltung zu kommen. Wir hatten schon mit 20, 25 Menschen gerechnet, was sich auch, wie er uns berichtete, in etwa mit der Erwartungshaltung des Ortsvorstehers gedeckt hätte. Nun denn, es kam anders. Und übers Wetter kann man zwar trefflich reden und auch streiten, ändern kann man es aber nicht.

Wie Grundschule und Feuerwehr zusammenhängen

Die, die da waren – RHEINPFALZ-Leute inklusive – haben aber ihr Kommen nicht bereut. Im Gegenteil. Es gab eine exklusive Führung rund um den Dorfplatz, inklusive In-Augenscheinnahme der Grundschule und der Feuerwehr, zwei Themen, die den Ortsbeirat und die Morlautrer Bürgerinnen und Bürger schon mehrfach beschäftigten. Die Themen sind untrennbar miteinander verwoben. Eine dauerhafte Lösung für die Feuerwehr, deren Unterkunft ein wenig zu klein geworden ist, Stichwort steigende Dimensionen der neuen Fahrzeuge, kann unmittelbare, positive Auswirkungen auf die ebenfalls beengten Verhältnisse in der Grundschule haben. Ein Domino-Effekt, sozusagen. Wie es weitergehen wird, werden die kommenden Monate zeigen.

Ach ja: Reinregnen tut es derzeit weder ins provisorische Feuerwehrhaus noch in die Grundschule. Davon konnte sich die kleine, aber feine Spaziergänger-Gruppe überzeugen. Bleibt die Erkenntnis, dass interessierte Bürgerinnen und Bürger auch schlechte, äußere Bedingungen nicht davon abhalten können, Interesse an ihrem Wohnort und den dortigen Verhältnissen zu zeigen.

Das nächste Mal bringen wir dann wieder besseres Wetter mit. In Eulenbis, wo meine beiden Kolleginnen Gabriele Schöfer und Leandra Philipp Mitte Mai unterwegs waren, hat es unmittelbar vor Beginn der Tour komplett aufgehört zu regnen. Vielleicht lag es ja an mir? Ob das der Fall war, werde ich am 5. August überprüfen. Da bin ich dann beim RHEINPFALZ-Dorfspaziergang in Hohenecken mit dabei. Einen Regenschirm habe ich übrigens immer im Auto liegen …

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