Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Der Kaiserslauterer Schwimmsportklub bietet Kurse für alle Altersklassen

Nora Wilke schwimmt auf Wettkampf-Niveau beim Kaiserslauterer Schwimmklub. Den Sport üben aber auch Seniorinnen und Senioren aus
Nora Wilke schwimmt auf Wettkampf-Niveau beim Kaiserslauterer Schwimmklub. Den Sport üben aber auch Seniorinnen und Senioren aus.

Im Wasser kann sich jeder sportlich austoben. Sicher zu schwimmen, ist dabei das A und O. Wie’s geht, verrät der Kaiserslauterer Schwimmsportklub.

„Schwimmen ist ein sehr gesunder Sport“, sagt Thilo Vollrath. „Beim Schwimmen gibt es keinen körperlichen Verschleiß. Der älteste Schwimmer bei uns ist 82 Jahre“, erläutert der Vorsitzende des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs 1911 (KSK).

Wer beispielsweise in seiner Jugend Fußball spiele, für den sei schon mit 30 Jahren Schluss. Als Vollrath im Jahr 2003 für seine Söhne die Badehosen einpackte und sie zum Schwimmkurs beim Kaiserslauterer Schwimmsportklub 1911 (KSK) anmeldete, stellte er sich den Einstieg ins Schwimmenlernen noch ganz anders vor. „Ich dachte damals, nach diesem Kurs können die beiden schwimmen“, erinnert er sich und lacht. Dass es doch länger dauert, bis Kinder sich sicher über Wasser halten und ohne Aufsicht bewegen können, wurde ihm erst danach allmählich klar. Vollrath engagierte sich weiter im Verein – seit 2016 ist er Vorsitzender des KSK.

Eigenschaften des Wassers

Die Eigenschaften des Wassers spielen beim Schwimmen als Sport eine entscheidende Rolle, erklärt Vollrath. Durch die Auftriebskraft werden die Gelenke entlastet, Knorpel und Bandscheiben geschont. Als Ausdauersportart fördert Schwimmen das Herz-Kreislauf-System. Beim Schwimmen trainiert der ganze Körper – mit sämtlichen Muskelgruppen. Bauch, Beine, Po und Arme werden gleichermaßen angesprochen. Daneben ist Schwimmen ein sehr guter Ausgleich für alle, die lange sitzen müssen oder Probleme mit dem Rücken haben.

Gewöhnung sei das A und O, sagt Vollrath. Neben dem gesundheitlichen Nutzen sei der Sicherheitsaspekt für den Aufenthalt am Wasser von großer Bedeutung. Für Familien, die Urlaub am Meer oder generell am Wasser machen wollen, sei sicher schwimmen zu können absolut unerlässlich, führt Vollrath aus – und sei es nur im Pool im Hotel oder auf dem Kreuzfahrtschiff. Auch beim Kanufahren sei es unverzichtbar, sicher schwimmen zu können. Eltern unterschätzten häufig die Gefahren, die ein Gewässer birgt, oder überschätzten die Fähigkeiten ihrer Kinder, warnt Vollrath.

Wie also anfangen?

Eltern könnten schon früh mit ihren Kindern das Schwimmen einüben – im Planschbecken wie auch später im Nichtschwimmerbecken. Spaß im Wasser zu haben, fördere die Sicherheit im Umgang mit dem Nass. Mal mit dem Kopf kurz unter Wasser gehen, auch mal unter Wasser ausatmen – das alles verhindere, dass Angst überhaupt entstehe.

Für das Alter von vier oder fünf Jahren empfiehlt Vollrath den ersten Kurs – was aber nicht bedeute, dass danach das Projekt „Schwimmen lernen“ abgeschlossen sei. Für eineinhalb oder zwei Jahre können die Kinder in den Kursen an der Beilsteinschule Schwimmen üben und sicherer darin werden, danach biete sich mit sieben Jahren der weiterführende Schwimmstilkurs an.

Das Seepferdchen reicht nicht

„Das Schwimm-Abzeichen Seepferdchen reicht nicht für den Sommerurlaub am Pool oder am Meer“, mahnt Vollrath. Dafür sollte es schon mindestens der Freischwimmer sein – also das Schwimmabzeichen in Bronze. Dafür muss man mit einem Kopfsprung vom Beckenrand starten und 200 Meter in höchsten 15 Minuten schwimmen, 150 Meter davon entweder in Bauch- oder Rückenlage und weitere 50 Meter in der anderen Körperlage. Dazu kommt Tieftauchen von der Wasseroberfläche bis zum zwei Meter tiefen Beckengrund, von dem ein kleiner Gegenstand, etwa ein Tauchring, heraufgeholt werden soll. Und drittens wird ein sogenannter Paketsprung vom Startblock oder Ein-Meter-Brett verlangt.

Die Baderegeln muss man für alle Schwimmabzeichen kennen. Für Schwimmbegeisterte geht es aber noch weiter. Das Schwimmabzeichen Silber? „Das wäre toll“, so Vollrath. Das Schwimmabzeichen in Gold oder sogar die Rettungsschwimmerscheine sind dann Ziele für die leistungsstarken Schwimmsportler.

Können auch Erwachsene noch lernen?

Aber was können Erwachsene tun, die einfach besser schwimmen wollen? Wer mindestens eine Strecke von 50 Metern sicher schwimmen kann, für den ist der KSK-Schwimmkurs für Erwachsene geeignet, sagt der KSK-Vorsitzende. „Wir haben durchweg positive Erfahrungen gemacht“, berichtet auch Nathalie Steil vom Kursleiterteam über den Erwachsenenschwimmkurs im vergangenen Frühjahr. Das Kursleitungsteam und die zehn Teilnehmer hätten sich über die schnellen Fortschritte gefreut. An zehn Abenden wurden die technischen Grundlagen von Kraul-, Brust- und Rückenschwimmen vermittelt – gezielt und individuell abgestimmt.

Bei allen sei das Interesse an einer Fortsetzung groß gewesen, um die Ausdauer und Technik in den einzelnen Schwimmstilen zu verbessern. Ziel des Fortsetzungskurses sei, dass man danach gut am Vereinstraining teilnehmen kann, um dauerhaft und regelmäßig dabei zu bleiben. Einen Erwachsenenkurs für absolute Anfänger könne der Verein wegen mangelnder Kapazitäten leider nicht anbieten.

Info

Bei Interesse an Kursen des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs können Anfragen per E-Mail an schwimmkurs.erw.ksk1911@gmx.de gerichtet werden.

Mehr zum Thema
x