Kaiserslautern
Warum es beim Schwimmsportklub KSK sportlich wie handwerklich gut läuft
Rund 400 Mitglieder zählt der Kaiserslauterer Schwimmsportklub 1911 (KSK). Klar, Schwimmen steht im Vordergrund, der Wettkampf auf Zeit, aber auch die Wasserballer und die Synchronschwimmerinnen und -schwimmer haben ihr feuchtes Zuhause beim KSK. Bei dem Verein geht aber noch viel mehr: Das Miteinander steht weit oben, und auch Handwerk ist ein Thema. Das zeigt sich gerade sehr deutlich am vereinseigenen Schwimmerheim, das weitgehend in Eigenregie im Jahr 1976 erbaut wurde. Die große Schwimmgemeinschaft saniert und renoviert dieses direkt am Warmfreibad gelegene Gebäude Stück für Stück. Der große Aufenthaltsraum war 2015 dran, das Dach wurde 2020 erneuert.
1,90 Meter: Betten zu kurz für viele Sportler
Derzeit knüpfen sich handwerklich versierte Frauen und Männer die Schlafräume vor. Als „absolut notwendig“ bezeichnet KSK-Vorsitzender Thilo Vollrath den Einsatz und verweist auf die Etagenbetten für jeweils 16 Personen und das Mobiliar in den Betreuerzimmer, das seit fast 50 Jahren im Einsatz ist und immer gefordert war. Die Betten waren bei ungezählten Trainingslagern gefragt – auch im Jahr 2024 wieder dreimal – , waren fest im Einsatz, als das Warmfreibad Landesstützpunkt war, dienten bei den alljährlichen nationalen Schwimmfesten befreundeten Vereinen als Schlafstätte. Nicht zu vergessen: die Übernachtungen anlässlich der Neujahrsturniere der Wasserballer.
„Die Betten hatten am Ende viel zu erzählen, sie quietschten und knarzten“, war für den Vorsitzenden und sein Team längst der Punkt erreicht, an dem sich etwas tun muss. Zumal die Betten mit einer Länge von 1,90 Metern nicht immer groß genug waren, für die aktiven Schwimmer und Wasserballer.
Rund 50.000 Euro werden investiert
Der Verein ist das Projekt nach teils kontrovers geführten Diskussionen angegangen, hat sich um Fördermittel bemüht, ein Crowdfunding gestartet – und vor allem hat er helfende Mitglieder zusammengetrommelt. Vor allem dank der Förderzusage der Bürgerhospitalstiftung in Höhe von 29.500 Euro sieht es gut aus. Weiteres Geld kommt von der Sparkasse und der Bau-AG-Stiftung, auch das Crowdfunding war ein Erfolg. Für ihn zahle sich die Investition von rund 50.000 Euro vor allem für die Eltern der schwimmenden Kinder aus, sagt Vollrath. Ein Trainingslager im Schwimmerheim sei für alle erschwinglich und nicht mit den deutlich höheren Preisen externer Trainingslager vergleichbar.
Die alten Betten sind inzwischen abgebaut und rausgeschafft, die Raumdecken sind neu verkleidet. Den Boden und die Wände knöpfen sich die Helfer demnächst vor. Die 16 Etagenbetten samt den Betreuerbetten hat ein Schreiner längst in der Mache. Diese sollen dann, so der Wunsch der KSK-Verantwortlichen, mindestens für die nächsten 40 Jahre gute Dienste tun. Bis im Sommer die nächsten Trainingslager der Schwimmer und der Synchronschwimmer anstehen, soll alles fertig sein.
Wieder Schwimmkurs für Erwachsene
Im Wasser läuft es für den Verein ebenfalls ganz gut. Jene, die es zu Wettkämpfen zieht, kommen meist mit Erfolgen und Bestzeiten heim. Die Wasserballer sind seit Jahren im Ligabetrieb mit mehreren Mannschaften eine Bank, und die Synchronschwimmerinnen und -schwimmer überzeugen anmutig bei deutschen Meisterschaften.
Der KSK hat Wasserzeiten im Schulzentrum Süd, im Monte Mare und im Warmfreibad. An den Wasserzeiten gibt es für Thilo Vollrath nicht viel auszusetzen, zumindest nicht an der Menge. „Wir können nicht sagen, dass wir zu wenig Wasserzeiten haben. Das Problem sind mitunter die Uhrzeiten“, spricht der Vorsitzende davon, dass er den jungen „Nixen“, gemeint sind die kleineren Synchronschwimmer, schwerlich eine Trainingszeit abends von 20 bis 22 Uhr anbieten kann. Da wäre eine Zeit am späten Nachmittag angebracht, befindet er. Dies aber sei momentan nicht in Sicht. Absolut positiv ist aus Vollraths Sicht: Nach Ostern findet erstmals seit langem wieder ein Erwachsenen-Schwimmkurs beim KSK statt. Mehr Infos zum Kaiserslauterer Schwimmsportklub unter www.ksk1911.de.