Kaiserslautern Dehoga-Präsident plädiert für eine EM-Bewerbung

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Einen Tag vor der Entscheidung heute im Stadtrat (14 Uhr, Rathaus) hat sich der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Rheinland-Pfalz, Gereon Haumann, für eine Bewerbung der Stadt Kaiserslautern als Austragungsort einer möglicherweise in Deutschland stattfindenden Fußball-Europameisterschaft 2024 ausgesprochen.

Gegenüber der RHEINPFALZ sagte Haumann gestern, der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband würde eine Bewerbung der Stadt ausdrücklich begrüßen. Er erwarte dadurch im Vorfeld, im Jahr der Titelkämpfe selbst und im Nachgang eine nachhaltige positive Tourismusentwicklung. Die Fußballbegeisterung in Stadt und Land würde mit Kaiserslautern als Austragungsort einer Fußball-Europameisterschaft neu oder zusätzlich entfacht werden. Der Präsident des Dehoga Rheinland-Pfalz warf die Frage auf, wie ein derartiges Ereignis eingebettet werden könne in die laufende Fortschreibung der Landestourismusstrategie, insbesondere bei der Generierung weiterer Potenziale aus dem Städtetourismus. Hier gebe es einen Nachholbedarf des Landes, im Vergleich zu anderen Bundesländern. Der Stadtrat befindet in seiner Sitzung heute über eine Bewerbung der Stadt als Austragungsort einer möglichen Fußball-Europameisterschaft 2024. Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) hat in einer Beschlussvorlage dem Stadtrat aus finanziellen Gründen empfohlen, die Bewerbung zurückzuziehen. Die Stadt Kaiserslautern und die Fritz-Walter-Stadiongesellschaft hatten fristgerecht eine Interessensbekundung, Austragungsort werden zu wollen, beim Deutschen Fußball Bund abgegeben, unter dem Vorbehalt einer Entscheidung des Stadtrats. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Walfried Weber kündigte gestern an, die CDU-Fraktion wolle Oberbürgermeister Weichel in der Stadtratssitzung heute auffordern zu erklären, welche Maßnahmen er ergriffen hat, um eine Bewerbung der Stadt als Austragungsort der Fußball-EM zu ermöglichen. Sie erwarte eine Antwort darauf, mit wem er Gespräche darüber bei der Landesregierung geführt habe, welche Schritte er sonst noch unternommen habe, um Unterstützung für eine Bewerbung der Stadt als Austragungsort zu bekommen, etwa von Sponsoren. Das rheinland-pfälzische Innenministerium hatte am Freitag erklärt, dem Innenministerium lägen keine detaillierten Informationen zu einer Bewerbung der Stadt für die Fußball-EM 2024 vor, der Sachverhalt sei aber grundsätzlich bekannt.

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