Kaiserslautern Bürgerinitiative „Stadt für alle“ lädt zu einer Diskussion über Parkplätze in der Innenstadt ein
Die Bürgerinitiative „Stadt für alle“ (BI) lädt für Samstag, 6. Juni, von 10 bis 13 Uhr vor der Adler-Apotheke zu einer Diskussion darüber ein, ob Kaiserslautern mehr Parkplätze in der Innenstadt benötigt. Angestoßen wurde die Debatte durch einen Antrag der CDU-Fraktion für die jüngste Stadtratssitzung, der allerdings noch nicht beraten wurde. Die Christdemokraten hatten darin unter anderem gefordert, städtische Parkplätze rund um das Rathaus zu bestimmten Zeiten zu öffnen sowie weitere Parkplätze zu schaffen und das Parken auf dem Stiftsplatz zu erlauben. Unterstützung hatten sie von Thomas Scherer, dem Vorsitzenden des Handelsverbands Südwest, erfahren. Die BI möchte am Samstag anhand großformatiger Fotos zeigen, wie verschiedene Plätze zugeparkt aussehen und eine Platzgestaltung mit mehr Aufenthaltsqualität dagegen stellen.
Nachdem die BI anlässlich der jüngsten Stadtratssitzung vor dem Rathaus gegen den Vorstoß der CDU demonstriert hatte, hatte Thomas Scherer der BI Kurzsichtigkeit vorgeworfen. Diesen Vorwurf weist „Stadt für alle“ zurück. Andreas Bittner von der Bürgerinitiative verweist auf Ergebnisse des Deutschen Instituts für Urbanistik. Eine Auswertung von Studien durch das Institut habe ergeben, dass Zusammenhänge zwischen Verkehrsberuhigungsmaßnahmen und einer wirtschaftlichen Schlechterstellung des stationären Einzelhandels nicht belegbar seien, gibt er wieder. Eine bessere Aufenthaltsqualität und höhere Kundenfrequenzen führten dagegen in fast allen untersuchten Studien zu einer Stabilisierung beziehungsweise Steigerung der Umsätze. Wenn die BI also fordere, die Aufenthaltsqualität der Innenstadt zu steigern, bekämpfe sie weder Autofahrer noch den Einzelhandel, so Bittner. In der Innenstadt sei der Platz knapp. Man könne nicht auf derselben Fläche gleichzeitig mehr Aufenthaltsqualität schaffen und mehr Parkplätze. Die BI habe eine klare Position pro Aufenthaltsqualität.