Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel An Masken mangelt es in den Kaiserslauterer Grundschulen nicht

Die Grundschulen seien bemüht, individuelle Möglichkeiten für eine Maskenpause für die Kinder zu schaffen, berichtet Peter Kriet
Die Grundschulen seien bemüht, individuelle Möglichkeiten für eine Maskenpause für die Kinder zu schaffen, berichtet Peter Krietemeyer – etwa ein kurzer Aufenthalt auf dem Pausenhof ohne Maske oder tiefes Durchatmen am geöffneten Fenster.

Seit Januar läuft an den Schulen in Kaiserslautern eine Notbetreuung. Dieses Angebot wird angenommen, berichtet Peter Krietemeyer, der Leiter des Referats Schulen. Die Versorgung mit Desinfektionsmitteln und Masken sei gesichert.

Nach den Weihnachtsferien starteten die Schulen im Fernunterricht, die Präsenzpflicht für die Schüler war ausgesetzt. An den Schulen werde seit dem 4. Januar eine Notbetreuung angeboten, für die es eine beachtliche Nachfrage gebe, schildert Krietemeyer im Schulträgerausschuss am Mittwoch. Am 4. Januar seien 242 Schüler aus allen Schularten in der Notbetreuung gewesen, am 8. Februar waren es 588 Schüler und am 17. Februar rund 500 Schüler. Im Januar und Februar habe die Stadt darauf verzichtet, Gebühren für das Essen an den betreuenden Grundschulen zu erheben. In der Notbetreuung seien die Kinder verpflegt und betreut worden, für beides sei allerdings keine Pauschale erhoben worden.

Wechselunterricht gestartet

Seit Montag, 22. Februar, sind die ersten bis vierten Klassen an den Grundschulen im Wechselmodell im Unterricht, in der Regel mit halben Klassen. Ausnahmen gebe es nur dort, wo größere Räume zur Verfügung stehen, dort könnten auch ganze Klassen unterrichtet werden. Ein Beispiel sei Erlenbach, wo derzeit eine vierte Klasse komplett unterrichtet werde. Dazu sei der Schule die Mehrzweckhalle zur Verfügung gestellt worden. Dies sei durchaus auch für andere Klassen möglich, wenn dazu der Wunsch bestehe, sagt Krietemeyer. Dazu müssten sich die Schulleitungen beim Referat Schulen melden, damit geprüft werden könne, ob ein größerer Raum zur Verfügung gestellt werden kann. Das könnten beispielsweise Mehrzweckräume sein oder die Schulturnhalle.

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Flexible Lösungen sind gut

In der Förderschule Beilsteinschule seien derzeit die erste bis dritte Klasse im Unterricht, wobei maximal acht Schüler vor Ort seien.

Aktuell gebe es 173 Grundschul-Klassen an 20 Grundschulen in Kaiserslautern. Sie werden von 3153 Schülern besucht. Während des Unterrichts und auf dem Schulgelände gelte weiterhin eine Maskenpflicht für die Schüler, Ausnahmen hiervon gebe es nur im Förderschulbereich oder wenn ein ärztliches Attest vorliegt. Die Schulen seien bemüht, individuelle Möglichkeiten für eine Maskenpause für die Kinder zu schaffen, berichtet Krietemeyer. Das könne ein kurzer Aufenthalt auf dem Pausenhof ohne Maske sein oder tiefes Durchatmen am geöffneten Fenster.

Ausstattung ausreichend vorhanden

Die Ausstattung der Schulen mit Hygieneartikeln sei sehr gut, das Land habe die Schulen hierbei vorbildlich unterstützt. Im Januar hat die Stadt vom Land 36.000 OP-Masken für das Lehrpersonal erhalten sowie 5500 OP-Masken für den Schülerverkehr, die bereits an die Verkehrsträger weitergeben wurden. Mittlerweile seien weitere 10.000 FFP2-Masken für Lehrer eingetroffen.

Im gleichen Zug sind 2100 FFP2-Masken, Desinfektionsmittel und Einmal-Handschuhe für die Landtagswahlen geliefert worden.

Auf Nachfrage von Holger Munderloh (Die Grünen), ob an den Schulen Handcremes ausgegeben werden, verwies Krietemeyer auf eine Sitzung des Schulträgerausschusses vom November und des Stadtrats aus dem Dezember, bei denen das Thema bereits zur Sprache kam. Die Meinung im Schulträgerausschuss sei gewesen, dass Handcremes nicht an Schüler verteilt werden sollten, da die Gefahr bestehe, dass es zu Hautausschlägen kommt.

Schnelltests seien für Schüler in Kaiserslautern derzeit nicht im Gespräch. Für Lehrer habe diese das Land organisiert.

Luftreinigungsgeräte bald eingebaut

Ab dem dritten März sollen die 31 Luftreinigungsgeräte, die die Stadt bestellt hat, einsatzbereit sein. Sie kommen in den Sälen zum Einsatz, in denen nicht über Fenster gelüftet werden könne und damit dort, wo die Förderrichtlinien des Landes dies vorsehen. Die vom Land finanzierten Lüftungsgeräte stehen in folgenden Schulen: Grundschule Kottenschule (1), Theodor-Heuss-Grundschule (2), Hohenstaufen-Gymnasium (3), Berufsbildende Schule II (10), Kurpfalz Realschule plus (3), IGS Bertha-von-Suttner (8), IGS Goetheschule (3) und Lina-Pfaff-Realschule plus (1).

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