Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Wattenheimer Baugebiet: Es muss schneller gehen

An diesem historischen Kreuz vorbei soll es ins Baugebiet „Am Bild“ gehen.
An diesem historischen Kreuz vorbei soll es ins Baugebiet »Am Bild« gehen.

Dass bei Erstellung eines Bebauungsplans oft Jahrzehnte ins Land gehen, ist nicht hinnehmbar. So verlieren wir den Anschluss.

Von den Anfängen der Planung für das Neubaugebiet „Am Bild“ 2007 bis heute sind 18 Jahre vergangen, von der Aufstellung des Bebauungsplans 2014 immerhin elf. Es ist extrem frustrierend. Dass Wattenheim damit nicht allein steht (in Altleiningen beispielsweise ist der Startschuss für das Baugebiet „Holzweg“ schon ein Vierteljahrhundert her), ist kein Trost. In diesen Projekten steckt sehr viel Sisyphosarbeit, die zu nichts führt, aber von allen bezahlt werden muss. Denn während die Verfahren in der Warteschleife festhängen, werden neue Gesetze und Verordnungen auf den Weg gebracht. Und daraus resultieren veränderte Auflagen. Entsprechend müssen die Pläne angepasst werden, zuvor Erdachtes verliert seine Gültigkeit. Sicherlich, in Wattenheim darf man sich keine Nachlässigkeit leisten, soll doch die nächste Klage gegen den B-Plan ins Leere laufen. Aber man wundert sich schon über solche Angaben wie „zwischen 2021 und 2023 wurden unterschiedliche Lärmgutachten zusammengeführt“. Auch wenn juristische Begleitung hier unerlässlich ist, muss die Frage erlaubt sein: Warum dauert das so lange? Deutschland muss dringend schneller werden, um nicht den Anschluss zu verlieren.

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