Eisenberg RHEINPFALZ Plus Artikel Wann die Sanierung auf dem Grundschulgelände startet

Hier auf dem Grundschulgelände in Eisenberg wird sich bald einiges verändern: Bücherei und Pavillon sollen in neuem Glanz erstra
Hier auf dem Grundschulgelände in Eisenberg wird sich bald einiges verändern: Bücherei und Pavillon sollen in neuem Glanz erstrahlen, die Container verschwinden.

Die Gebäude sind alt und es gibt etliche Baustellen: Jetzt steht fest, wie der Zeitplan für den Pavillon und die Bücherei in Eisenberg aussieht. Es wird sportlich.

Zu wenig Dämmung, defekte Fenster und eine in die Jahre gekommene Heizung: Der Pavillon, der zur Pestalozzischule in Eisenberg gehört, muss saniert werden. Noch ist baulich nichts passiert, aber allzu viel Zeit hat die Verbandsgemeinde, Trägerin der Grundschule, dafür nicht mehr. Denn um die Fördergelder zu bekommen, muss das Projekt Ende 2027 abgeschlossen sein, wobei das Förderprogramm laut Bernd Frey (SPD), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Eisenberg, kürzlich verlängert wurde. Noch mehr drängen die Arbeiten an der Bücherei, die sich ebenfalls auf dem Schulgelände befindet, denn die Zustände dort lassen zu wünschen übrig.

Das wird am Pavillon gemacht

Teurer wird es allerdings am Pavillon. Wie Jutta Natersky, Projektleiterin beim zuständigen Architekturbüro Dillig aus Simmern, dem Verbandsgemeinderat erläuterte, handelt es sich um eine energetische Kernsanierung des circa 30 Jahre alten Gebäudes. Das heißt: Dämmung neu, Fenster und Türen neu, Heizung neu. Geplant sind eine Luftwärmepumpe und eine Fußbodenheizung sowie eine PV-Anlage auf dem Dach. Doch das ist nur ein Teil des Projekts. Zusätzlich planen die Architekten, eine Holzkonstruktion aufzustellen, die gewissermaßen offene Räume innerhalb des Pavillons und damit eine zusätzliche Lernumgebung für die Kinder schafft. Ein weiterer Vorteil: Die Container auf dem Schulgelände werden nach der Sanierung nicht mehr benötigt.

Die Krux an der Sache: Es gibt zwei Fördertöpfe, die nicht miteinander vermischt werden dürfen. Zum einen können Basismittel für den Ganztagsausbau vom Land angezapft werden, zum anderen Gelder aus dem Startchancen-Programm, an dem die Pestalozzischule über die nächsten neun Jahre teilnimmt. Dieser Zuschuss darf allerdings nicht für die Sanierung des Pavillons verwendet werden, sondern dient zweckgebunden für pädagogische Projekte. Das heißt, dieses Geld fließt in die Holzkonstruktionen, die Basismittel wiederum in die Instandhaltung des Gebäudes. Insgesamt ist laut Natersky davon auszugehen, dass alles zusammen etwa 2,6 Millionen Euro brutto kosten wird, wobei mit 743.500 Euro Basismittel-Zuschuss und 44.300 Euro Startchancen-Förderung zu rechnen sei. Das heißt, auf die Verbandsgemeinde kommen letztlich noch 1,274 Millionen Euro zu.

Größere Baustellen in der Bücherei

Etwas günstiger wird es für die VG in Sachen Bücherei. Auch die muss saniert werden, und zwar wegen drastischer Mängel. Wie Marie-Luise Selzer, Leiterin der Bücherei, in der Sitzung sagte, lasse sich derzeit nur noch ein Fenster öffnen. Im Sommer sei es heiß, „im Winter sitzen die Mitarbeiter dort mit Jacke bei 13 Grad“. Darüber hinaus sei die Luftfeuchtigkeit enorm – schlecht für das Gebäude, aber auch die Bücher. Wie Max Dillig vom gleichnamigen Architekturbüro ausführte, sei die Mängelliste entsprechend lang. Vor allem im Keller gebe es diverse Probleme. Entsprechend soll auch hier gedämmt werden. Das Ziel sei, das Gebäude autonom und nachhaltig mit Wärme zu versorgen. Wie das umgesetzt wird, hänge aber von Vorschlägen des Fachplaners ab, so Dillig. Nicht zuletzt soll auch die Toilette erneuert werden.

Für die Büchereisanierung standen dem Verbandsgemeinderat zwei Optionen zur Verfügung: Sofern nur die dringend notwendigen Arbeiten gemacht werden, fallen Kosten in Höhe von etwa 1,25 Millionen Euro an. Werden zusätzlich noch die empfohlenen Arbeiten erledigt, was vor allem die Außenwände betrifft, sind es insgesamt circa 1,31 Euro. Für diese Variante fiel letztlich auch die Entscheidung. Wie hoch die Förderung ist, bleibt aber vorerst offen, denn das Geld muss zuerst beim Investitionsstock beantragt werden, so Frey. Nun sollen im nächsten Schritt Angebote von Fachplanern eingeholt werden, damit es vorangeht. Das Ziel für den Pavillon steht aufgrund des Schulstarts fest: Dessen Sanierung soll im Sommer 2027 enden, falls alles nach Plan läuft.

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