Hettenleidelheim RHEINPFALZ Plus Artikel Schulwiesengraben: Wann erste Häuslebauer (vielleicht) loslegen können

Links vom Friedhof soll das Neubaugebiet entstehen.
Links vom Friedhof soll das Neubaugebiet entstehen.

Zur Entwicklung des Hettenleidelheimer Neubaugebiets „Am Schulwiesengraben“ sind im Hintergrund viele Arbeiten erledigt worden. Eventuell können schon in diesem Jahr Bagger rollen – aber nicht, um Häuser zu bauen. Wie weit das Projekt nach mehr als zwei 20 Jahren gediehen ist.

Im Hettenleidelheimer Baugebiet „Am Schulwiesengraben“ werden nach mehr als zwei Jahrzehnten Planung vielleicht schon im laufenden Jahr Bagger anrücken. Allerdings nicht, weil mit dem Anlegen der verkehrstechnischen Infrastruktur wie Straßen, Kanalsystem und Stromleitungen begonnen werden kann, geschweige denn, weil die ersten Häuschen errichtet werden. Vielmehr starten die Schaufel-Fahrzeuge mit den Arbeiten zur Renaturierung es Bächleins. Das hat Dennis Zimmermann, der Bauamtsleiter der Verbandsgemeinde Leiningerland, mitgeteilt.

Der in ein gerades Bett gezwängte Schulwiesengraben soll auf einer Länge von 445 Metern naturnah umgestaltet werden. Für das Projekt sind rund 1,1 Millionen Euro kalkuliert. „Die erforderliche Rodung von Bäumen ist beschlossen und die Baugenehmigung liegt vor“, sagte Zimmermann in einer gemeinsamen Sitzung der Hettenleidelheimer Ausschüsse für Dorfentwicklung und Bauen.

Es gab immer wieder Verzögerungen

Und wie weit ist die Planung des Neubaugebiets gediehen? Andreas Neu (SPD) erinnerte daran, dass der Gemeinderat im Juni entschieden hatte, dass landwirtschaftliche Fahrzeuge nicht um das 6,6 Hektar große Gelände herum zu den Feldern geleitet werden, sondern mitten hindurch. Allerdings galt dies den Kommunalpolitikern nicht als optimale Lösung, sondern nur als die beste der angebotenen Varianten. Deshalb sollte die VG noch einmal nach Alternativen suchen. Auf die Frage nach dem Sachstand antwortete Zimmermann: „Die Prüfung läuft noch.“

Insgesamt sei die Entwicklung des Baugebiets durch Eingaben immer wieder zeitlich zurückgeworfen worden, erklärte Bürgermeister Steffen Blaga (CDU). „Wir hatten schon den Umlegungsausschuss einberufen“, erzählte er. David Kafitz, Projektleiter des Erschließungsträgers WVE aus Kaiserslautern, berichtete, dass bei der von der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd geforderten Wasserhaushaltsbilanz deutlich strengere Auflagen gemacht werden als gedacht. Durch die Errichtung von Häusern dürfe es im Vergleich zum unbebauten Gelände zu keinen Einschränkungen bei der Entwässerung kommen.

Erste Eigenheime frühestens 2026

Letztendlich sei nur eine Grundflächenzahl (GRZ) von 0,6 zulässig, das heißt, nur 60 Prozent eines Grundstücks dürften versiegelt werden. „Das ist bei durchschnittlich 500 Quadratmeter großen Bauplätzen ein kritischer Wert, zumal wegen der Kosten oft auf einen Keller verzichtet wird“, erläuterte Kafitz. Die Vorgaben seien aber erfüllt und sämtliche notwendigen Untersuchungen, etwa zu den Auswirkungen auf die Umwelt, vorgenommen worden. „Jetzt haben wir eine Planung auf dem Tisch, mit der wir nach der finalen Abstimmung mit dem Bauamt und dem entsprechenden Ratsbeschluss in die Offenlage gehen können“, sagte der Projektleiter.

Er rechnet damit, dass die Satzung im Juli abgesegnet und der B-Plan rechtskräftig wird – sofern nicht Einwendungen Anpassungen und dann eine zweite Auslegung der Pläne erforderlich machen. Anschließend gehe es an die Bodenordnung, die wohl über ein Umlegungsverfahren erfolge und insofern mindestens zwölf Monate in Anspruch nehme. Danach werde die Fläche erschlossen. Die ersten Eigenheime könnten „frühestens 2026“ entstehen.

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